Honig-Ei-Shampoo – Rezept und Tipps

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Wie bereits erwähnt bin ich ja dabei, meine Haare wieder lang (laaaaaaang) wachsen zu lassen. Tatkräftige Unterstützung, Tipps Tricks und unzählige superschöne Haarvorbilder finde ich dabei im Langhaarnetzwerk. (Dort bin ich als „Louet“ unterwegs).
Aus dem Langhaarnetzwerk -oder wie wir Insider es supercool abkürzen: LHN- habe ich auch die Idee, die Haare nicht mehr mit herkömmlichem Shampoo zu waschen sondern mit selbst angerührtem Honig-Ei-Shampoo.

Das Rezept ist super simpel:

  • 1 Ei
  • 1 EL Honig
  • 3EL Zitronensaft

Das Ei und den Honig mit einem Stabmixer durchmixen, dann nach und nach den Zitronensaft dazu. Der Stabmixer ist wichtig! Weiter unten steht, warum.

Ich habe gute Erfahrungen mit einer kleinen Plastikflasche gemacht, die eigentlich für das Abfüllen von Kosmetika gedacht sind, damit man sie mit ins Flugzeug nehmen kann (gibt es zum Beispiel bei dm). Die oben beschriebene Rezeptur passt da genau rein und durch den Dosierverschluss kann man die Eierpampe ganz gut auf dem Kopf verteilen. Ein Trichter hilft beim Umschütten


Anwendung:
Die Ei-Mischung wird wie ein ganz normales Shampoo verwendet. Im Langhaarnetzwerk wird teilweise empfohlen, es einige Minuten einwirken zu lassen, das ist nach meiner Erfahrung aber nicht nötig. Da das Honig-Ei-Shampoo nicht schäumt, ist es erstmal ein bisschen gewöhnungsbedürftig und man braucht eine Weile, bis man merkt, ob man es überall verteilt hat. Da hilft besagte Dosierflasche.

Wassertemperatur:
Viele waschen mit Honig-Ei-Shampoo nur mit kaltem oder maximal lauwarmem Wasser aus Angst, dass das Ei stockt und man nachher Rührei auf dem Kopf hat (örks). Tatsächlich ist das nicht notwendig. Eiweiß denaturiert erst bei Temperaturen, mit denen zumindest ich mir eh nicht mehr den Kopf waschen würde, nämlich bei etwa 60°C, Eigelb sogar erst ab etwa 80°C.
Es gibt Berichte, dass sich AnwenderInnen trotzdem hinterher Eireste aus den Haaren pulen mussten, das liegt aber nicht an der Temperatur sondern an den feinen Häutchen, die das Eigelb umgeben und den Hagelschnüren. Wenn man keinen Pürrierstab verwendet, sondern das Ei nur mit einer Gabel verquirlt, bleiben diese weitestgehend erhalten und können sich dann eben im Haar festsetzen.
Im LHN (wir erinnern uns: die megacoole Abkürzung) gibt es dazu einen tollen Thread von einer Nutzerin, die das mal ganz wissenschaftlich angegangen ist. (Ich weiß nicht, ob der Link ins Leere führt, wenn man dort nicht angemeldet ist. Wenn dem so ist, bitte einfach einen Kommentar hinterlassen, dann bitte ich um Erlaubnis, Auszüge hier einstellen zu dürfen)

Aufwand:
Natürlich dauern die Vorbereitungen für eine Haarwäsche mit frisch angerührtem Shampoo etwas länger. Dieses Rezept ist also eher nicht für die zu empfehlen, die morgens noch halbwach unter die Dusche hüpfen und da fix Haare waschen wollen. Wer so wie ich gemütlich am Samstagvormittag wäscht, für den sind das nur ein paar Minuten mit tollem Ergebnis!

Geruch:
Tja, hier scheiden sich die Geister…Ob es an der Eier-Sorte liegt, an persönlicher Veranlagung oder an Sonnenflecken: bei einigen muffelt HES, bei anderen nicht. Bei mir ist es so, dass die Haare beim Waschen ganz leicht nach Kuchenteig duften (Honig und Ei eben 😉 ) und nach dem Trocknen eigentlich nach gar nichts mehr.
Andere berichten von Dufterlebnissen à la „nasser Hund“ 😦
Wahrscheinlich hilft nur Ausprobieren. Wer seine Chancen etwas verbessern möchte, kann mal meine duftende Kräuter-Rinse ausprobieren:

  • duftende Kräuter, z. Bsp. Salbei und Lavendel (gibt es als Teebeutel bei den Medizintees in der Drogerie)
  • 1,5l kaltes Wasser
  • wer mag: etwas Rosenwasser

mit den Teebeuteln/Kräutern/… einen starken Tee brühen und mit dem kalten Wasser aufgießen, ggf. Rosenwasser dazu tun.
Nach dem Haare waschen die nassen Haare damit ausspülen. Ich nehme dazu eine 1,5l-Plastikflasche, nachdem der sehr viel dekorativere Glaskrug auf den Badezimmerfliesen zerschellt ist…Das kalte Wasser hat außerdem den positiven Effekt, die Schuppenschicht der Haare zu schließen: glänzt schöner und macht das Haar weniger anfällig.

Ergebnisse:
Ich persönlich bin begeistert. Haare und Kofhaut werden sauber, die Haare sind griffig und gut durchfeuchtet und wunderbar weich.
Für mich lohnt sich der etwas größere Aufwand durchaus.
Achtung: die Kombination von Honig und Zitronensaft wirkt leicht aufhellend!

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