Haarschmuck -aber bitte schonend!

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Ich wurde schon ein paar mal auf den ausgefallenen Haarschmuck in meinen Frisuren angesprochen und gefragt, was das sei, und wo man dieses „Haarspielzeug“ herbekommen könnte.

Ich arbeite an einem Artikel, der meine persönliche „Sammlung“ vorstellt, aber lasst mich zunächst ein paar Worte über schonenden Haarschmuck verlieren:

Wer sein Haar lang züchten will, der schaut noch mal mehr als Andere darauf, dass die geliebte Mähne vor Schäden bewahrt wird. Denn ein abgebrochenes Haar ist und bleibt abgebrochen, ausgerissene Haare brauchen seehr lange zum nachwachsen und Spliss kann man zwar mit silikonhaltigen Pflegeprodukten „zukleben“ aber nicht wirklich reparieren (egal, was die Webung uns suggerieren will.).

Da macht man sich natürlich auch Gedanken darum, mit welchen Werkzeugen und Schmuckstücken man dem Kopfschmuck zu Leibe rückt.
Viele der üblichen Haarspangen quetschen das Haar, klemmen es ein oder haben vorstehende Kanten, an denen sich das Haar verfangen kann.
Ein typisches Beispiel dafür sind die sogenannten „Barrett-“ oder „Patenthaarspangen„:

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Das Haar wird hier zwischen den scharfen Kanten des unteren Bügels und des oberen Verschlussarms eingequetscht und kann dadurch Schaden nehmen.
Das heißt aber nicht, dass man solche Spangen jetzt rigoros aussortieren muss. Man kann sie buchstäblich „entschärfen“, indem man den Bügel mit einem „Haar-Paddy“ umwickelt. Diese Silikonspirale polstert das Haar gegen die scharfen Kanten ab.

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Außerdem ist man gut damit beraten, nicht immer die selben Spangen an der selben Stelle zu tragen.

Ein weiterer Punkt sind Haargummis. Viele sind mit einem Metallteil verbunden, in dem sich wunderbar einzelne Haare verfangen können, die dann beim Rausmachen abreißen. Viele abgerissene Haare ergeben irgendwann ein struppiges Gesamtbild.

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Besser: Haargummis ohne Metallteile verwenden (gibt es mittlerweile von vielen verschiedenen Marken, auch für kleines Geld) und vorsichtig wieder lösen.

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Viele Frisuren, die ich mache, werden mit einem Haarstab oder einer so genannten „Forke“ also einer Gabel, meist aus Holz, Horn oder auch Metall gehalten. Diese Werkzeuge haben den Vorteil, dass das Haar gar nicht gequetscht sondern nur festgesteckt wird und außerdem sind sie einfach hübsch 😉

Haarstäbe gibt es von einfach bis bunt verziert, mit oder ohne Steinchen, Glitzer, Gebamsel,…
Ich mag meine am liebsten mit farbigen „Toppern“ also Verzierungen am oberen Ende, wie diese von Atelier Angelique zum Beispiel:

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Haarforken haben meist zwischen zwei und vier Zinken (auf Englisch „prongs“) und sind zumeist aus Holz oder Horn. Welche Größe, welche Zinkenanzahl und welche Machart am besten passt hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, zum einen der persönliche Geschmack, zum anderen Haarlänge und -dicke, gewünschte Frisur etc.
Meine perönliche Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, etwas mehr Geld zu investieren und dafür ein Qualitätsprodukt zu haben, als sich über ein billiges vermeintliches Schnäppchen zu ärgern.
Achten sollte man auf saubere Verarbeitung ohne Macken und Grate, an denen sich Haare verfangen können. Spitze Zinken lassen sich einfacher in die Frisur schieben und ziepen weniger an den Haaren als stumpfe. Außerdem sollte eine gute Forke leicht gewölbt sein, um sich der Kopfform anzupassen und um einen festen Sitz zu garantieren.

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ein Beispiel für eine dreizinkige Forke von 60th Street.

Ansonsten ganz wichtig: abwechslungsreich frisieren um Belastung immer an der gleichen Stelle zu vermeiden!

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  1. Pingback: Mein Haarspielzeug! « die Handmaid

  2. vielen Dank für diesen tollen und informativen Artikel! Hat echt Spass gemacht ihn zu lesen und dabei an eigene, vergangene Haarsünden zurückzudenken.

      • Hallo Befrielu! Ich habe sie in einem Geschäft für Friseurbedarf gefunden, die gibt es manchmal in Einkaufszentren. Ansonsten habe ich sie auch schon bei Karstadt gesehen und ab und zu gibt es sie wohl in Drogeriemärkten oder natürlich online, zum Beispiel hier bei der Basler Haarkosmetik

  3. Pingback: Seid lieb zu euren Haaren! | die Handmaid

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