Seid lieb zu euren Haaren!

Standard

Als ich den Artikel über haarschonenden Haarschmuck geschrieben habe, kam mir der Gedanke, dass ich doch mal was grundsätzliches zu schonendem Umgang mit Haaren schreiben könnte.
Denn nicht-schädigender Haarschmuck ist das eine, aber leider gibt es noch eine Menge andere Wege, eine Traummähne gründlich zum Mopp zu ruinieren.

Im Langhaarnetzwerk hat mal eine Nutzerin einen sehr treffenden Vergleich gezogen:

„Behandle deine Haare so, wie du einen schweineteuren Kaschmirpulli behandeln würdest“

(äußerst frei zitiert)

…sehr passend, wie ich finde. Schließlich käme auch kaum jemand auf die Idee, einen sündhaft teuren Kaschmirpulli bei 90° mit einem Schluck Schmierseife in den Schleudergang zu geben und ihn danach in den Trockner zu schmeißen, richtig? 😉

Da ja der Kaschmirpulli im Grunde auch nur aus (Ziegen-)haaren besteht, lässt sich das prima übertragen.

Aber was gibt es denn nun zu beachten?

Eigentlich recht einfach: die größten Feinde unserer Haare sind mechanische Beanspruchung, Hitze und Chemie.
Im Klartext heißt das: möglichst wenig rubbeln, reißen, quetschen, möglichst wenig und sanfte Pflegeprodukte verwenden und nicht grillen!

Haarewaschen, aber schonend!


Haarewaschen kann ja eigentlich so schwer nicht sein, oder? Nass machen, ne Handvoll Shampoo, ordentlich einreiben und…STOP!
Da geht es schon los. Das Waschen ist der erste Punkt, dem wir uns zuwenden wollen.

Wie Waschen?
Die meisten werden wohl entweder im Stehen unter der Dusche oder kopfüber im Waschbecken/in der Wanne ihre Haare waschen. Gegen beide Varianten ist im Grunde nichts einzuwenden. Wer allerdings über Kopf wäscht, dem sei ans Herz gelegt: Je mehr das Haar bewegt wird, desto größer ist die Gefahr von Knoten. Und Knoten bergen die Gefahr, ausgerissen zu werden und genau das wollen wir ja nicht. Heißt: beim Überkopfwaschen möglichst wenig hin- und-her und auf und ab bewegen und aufpassen, dass die Mähne nicht in den Abfluss gerät.
Beim Waschen im Stehen ist die Gefahr der Verknotungen etwas geringer.
Für beide gilt: Haare nass machen und wenig Shampoo (dazu später mehr) mit den Fingerspitzen in die Kopfhaut einmassieren. Es ist nicht nötig, das gesamte Haar in einem Schaumberg auf dem Kopf zusammenzutürmen und gründlichst mit beiden Händen drin herum zu kneten. Das führt nur zu unnötigen Knoten.
Shampoo, auch noch so schonendes, greift das Haar an und beraubt es seines -eigentlich nützlichen- Sebumfilms. Sebum, das ist platt gesagt Fett. Der Talg, den unsere Kopfhaut produziert, der Haar und Kopfhaut pflegt aber nicht so richtig dekorativ ist ;-). Darum reicht es in den allermeisten Fällen aus, nur die Kopfhaut und die Ansätze der Haare mit Shampoo zu behandeln. Die Längen bekommen beim Ausspülen genug Shampoowasser ab und müssen nicht komplett eingeschäumt werden.
Wenn die Kopfhaut eingeschäumt ist, vorsichtig ausspülen und ggf bei Conditioner & Co so verfahren wie eben beschrieben.
Dann die Haare grob ausdrücken und in ein Handtuch wickeln. Nicht rubbeln! Nasse Haare sind empfindlich, weil sie aufgequollen sind und leicht reißen. Am besten die Haare noch in der Dusche gründlich ausdrücken, dann in ein (angewärmtes) Handtuch wickeln und darin erst mal antrocknen lassen.
Nach dem Waschen die Haare am besten an der Luft trocknen lassen oder ab und zu mit einem Handtuch Wasser herausdrücken.

Wie oft waschen?
Tja, da scheiden sich die Geister. Ich persönlich würde immer sagen: so oft du es brauchst, um dich wohl zu fühlen.
Grundsätzlich ist es so: jede Wäsche bedeutet Beanspruchung für’s Haar und wäscht den pflegenden und schützenden Sebumfilm ab. Darum versuchen die meisten Langhaars, den vielbesungenen „Waschrhythmus“, also die Abstände zwischen den Haarwäschen möglichst in die Länge zu ziehen. Das ist tatsächlich möglich: Unsere Kopfhaut ist nicht doof. Wenn man ihr jeden Tag ihr mühsam aufgebautes Sebum wegspült, macht sie Überstunden und produziert -richtig: noch mehr Sebum in dem verzweifelten Versuch, sich selbst und das Haar vor Austrocknung zu schützen. Wäscht man also seltener, dann kann (!) sich das Nachfetten verzögern.

Jetzt kommt die Sache mit dem persönlichen Wohlfühlen: Ich selber habe kein Problem damit, die letzten zwei Tage vor der Wäsche äußerst strenge Dutts zu tragen, weil die Optik sonst doch etwas von Ölteppich hat.
Mein Waschrhythmus liegt momentan bei ein- bis zwei Mal in der Woche. Meistens wasche ich am Wochenende, da habe ich Zeit, Shampoo selbst anzurühren und die haare anschließend an der Luft trocknen zu lassen.
Wer aber sein Haar gerne offen trägt, einen Pony hat, zu fettigem Haar neigt, einen schmutzigen Job hat oder sich nun mal nur mit frisch gewaschenen Haaren wohl fühlt, der wird öfter Haarewaschen. Auch kein Beinbruch, solange man sich bemüht, das Haar nicht zu sehr zu stressen.

Womit waschen?
Die Drogerieregale sind voll von unterschiedlichen Shampoos, Spülungen, Conditionern, Kuren, Spitzenfluids, Repair-Masken, und und und. Und was ist davon nun gut?
Auch hier: 10 Schöpfe, 10 Antworten. Ich werde öfter gefragt, ob ich nicht eine Empfehlung für ein Super-Zauberschampoo hätte, mit dem man gesunde glänzende Haare kriegt, am besten noch, ohne sie zu schädigen.
Die Antwort ist nein.
Sorry.
Welches Shampoo einem selbst und den dazugehörigen Haaren am besten liegt, ermittelt man am besten durch Ausprobieren. Wer sehr empfindliche Kopfhaut hat, kann auch mal Babyshampoo oder selbst angerührtes Honig-Ei-Shampoo probieren.
Aber es gibt ein paar grundsätzliche Tipps zum Thema Shampoo:

– auf silikonfreie Produkte achten. Silikon ist das Zaubermittel der Haarkosmetikindustrie. Es legt sich als glänzender Film um die einzelnen Haare, macht sie kämmbar und klebt sogar gespaltene Spitzen wieder zusammen. Klingt gut? Leider nicht. Denn Silikon ist ein ziemlicher Bluff: der glänzende Überzug lässt uns glauben, das Haar wäre glänzend gesund, aber darunter sieht es teilweise grausig aus. Viele, die von silikonhaltig auf silikonfrei umstellen berichten davon, dass ihre Haare am Anfang furchtbar struppig aussehen. Das liegt daran, dass der Silikon Build-Up abgeht und die grausige Wahrheit ans Tageslicht kommt. Außerdem ist silikon nicht abbaubar und somit eine Umweltbelastung. Man muss aber nicht zu teuren Spezialshampoos greifen! Der Drogeriemarkt dm zum Beispiel führt mehrere silikonfreie Shampoos und Conditioner von der Bio-Hausmarke Alverde zum vernünftigen Preis und auch die größeren Hersteller bieten mittlerweile mehr und mehr silifreie Produkte an.

– nicht zu viel Shampoo nehmen! Je mehr Haare, desto mehr Shampoo? Nein, stimmt so nicht. Man benötigt viel weniger Shampoo, als man gemeinhin denkt. Ein Vergleich: ich habe etwas über schulterlange sehr dicke Haare und brauche eine etwa haselnussgrosse Menge Shampoo. Damit sich eine so kleine Menge besser verteilen lässt, verdünne ich es in einer Kunststofflasche (von dm) Die sind zum Abfüllen für Reisen gedacht und haben eine praktische Dosieröffnung. Mit Wasser füllen, ein Klacks Shampoo dazu, bisschen schütteln und gleichmäßig auf der Kopfhaut verteilen. Mehr braucht’s gar nicht.
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Shampoofläschchen aus dem Drogeriemarkt mit praktischer Dosieröffnung

Bürsten und Kämmen

So, gewaschen sind die Haare. Und nun? Bitte auf gar keinen Fall die nassen Haare von oben nach unten mit einer Bürste durchreißen! Wie schon gesagt sind nasse Haare empfindlich und können sehr leicht reißen. Es gibt viele, die sagen, man solle nasse Haare gar nicht kämmen/bürsten. Ich gestehe: ich mache das. Aber mit der richtigen Technik und dem richtigen Werkzeug!

Womit bürsten/kämmen?
Das Problem mit den meisten Bürsten und Kämmen, die man so kaufen kann besteht in der Verarbeitung. Bürsten, die diese Plastikkugeln oben auf den Borsten haben, sind besonders fies, weil sich einzelne Haare oft an diesen Perlen verfangen und ausgerissen werden. Auch Kämme mit scharfen Graten zwischen den Zinken belasten das Haar.
Ihr kennt diesen Effekt, wenn man Geschenkband über eine Schere zieht, um es zu kräuseln? Das gleiche passiert, wenn das Haar über einen solchen scharfen Grat gezogen wird.
Gruselige Vorstellung, oder? Ähnnliches gilt übrigens für das Toupieren: dabei wird die Schuppenschicht, die das Haar umgibt buchstäblich gegen den Strich gebürstet, stellt sich auf und wird struppig. Das kann bleibende Schäden hinterlassen. Außerdem lassen sich die erwünschten Verknotungen vom Toupieren kaum schonend wieder ausbürsten, ohne dass einiges an Haarbruch passiert.

Ob man mit einem Kamm oder einer Bürste besser zurecht kommt ist Geschmackssache. Ich persönlich habe mich in den TangleTeezer verliebt. Diese Bürste hat unterschiedlich lange Plastikborsten, die sehr flexibel sind und darum weniger Haare ausreißen. Ich komme damit sehr gut durch meine Haare und kann -vorsichtige Technik vorausgesetzt- auch mein nasses Haar damit sehr schonend entwirren. Einziges Manko für mich: Der TangleTeezer hat keinen Stiel. Damit ist es schwieriger, die Haare zum Beispiel zu einem Pferdeschwanz zusammenzufassen. Andere schwören auf Kämme aus Holz oder Horn oder auf Bürsten mit Wildschweinborsten. Da sich beides für mich jedoch nicht bewährt hat kann ich hier wenig dazu schreiben.

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Der „compact Styler“ von TangleTeezer und eine Nahaufnahme der Borsten.

Wie bürsten/kämmen?
Egal ob nass oder trocken, es ist nie eine gute Idee, die Bürste oben am Scheitel anzusetzen und mit ordentlich Druck und Schwung bis zu den Spitzen durchzureißen (*autsch*). Statt dessen an den Spitzen anfangen, erstmal nur die ersten zehn Zentimeter vorsichtig entwirren, dann langsam hoch arbeiten. Wenn die Haare lockig oder sehr zerzaust sind, kann es hilfreich sein, sie mit einem grobzinkigen Kamm vorher grob zu entwirren.

Föhnen und stylen

Erinnert ihr euch, dass ich oben schrieb, man solle seine Haare nicht grillen?
Das war ernst gemeint.
Föhnen ist eine der größten Belastungen für das Haar. Nach dem Waschen ist das Haar mit Wasser vollgesogen. Wird dieses Wasser großer Hitze ausgesetzt, wie etwa von einem Föhn, Glätteisen oder Lockenstab, fängt es an zu kochen und wird schließlich zu Dampf. Dieser Dampf dehnt sich aus (logo) und da er im Haar nirgendwo hin kann, wird das Haar von innen gesprengt. Autsch, gell?

Im Handel gibt es Hitzeschutz-Sprays zu kaufen, die das Haar vor der Föhnhitze schützen sollen. Das ist jedoch eine Milchmädchenrechnung: Durch die Schutzschicht dringt die Hitze nicht an das Haar. Es ist aber die Hitze, die den gewünschten Effekt (Locken, glätten,…) hervorbringt. Folglich wird länger geföhnt, länger geglättet, bis die Hitze dann eben doch durch den Schild dringt.

Also zusammengefasst: – Nach Möglichkeit das Haar an der Luft trocknen lassen. Wenn es schnell gehen soll den Föhn wenn möglich auf Kaltluft stellen und weiter vom Haar weg halten. Als Test könnt ihr eine Hand an den Kopf halten: wenn es zu heiß ist, Föhn weiter weg – Glätteisen und Lockenstab am besten ganz ganz weit weg packen 😉 Es gibt viele Haarschonende Möglichkeiten, die Struktur zu verändern und die Mähne zu locken oder zu glätten. Eine schöne Sammlung findet sich hier.

Haare schonen im Alltag

Grundsätzlich finde ich es ganz schrecklich, wenn irgendein Beautyaspekt mich in meinem alltäglichen Leben einschränkt: zu lange Fingernägel oder empfindlichen Nagellack, so dass man nix vernünftig anfassen kann, oder eben Haare, auf die man ständig aufpassen muss.
Trotzdem gibt es einige Tipps um die Haare im Alltag zu schonen, die ganz einfach umzusetzen sind:

Haare nicht einklemmen! Unter dem Rucksackträger oder dem Taschenriemen, zwischen Rücken und Stuhllehne oder Sitzpolster in Bus und Bahn. Wer hier seine Haare, oder Zöpfe einklemmt riskiert nicht nur zerstrubbelte Frisuren sondern durch Quetschen und Reibung angegriffene Haare. Besser: hochstecken/-frisieren oder über die Schulter nach vorne legen.

Spitzen schonen!
Gerade wer erst damit anfängt, seine Haare wachsen zu lassen, dem sei ans Herz gelegt, besonders auf die Spitzen aufzupassen. Sie sind die ältesten und damit angreifbarsten Teile unserer Haare und bleiben uns, wenn das Haar wirklich lang wird, viele Jahre erhalten. Darum gilt insbesondere bei der fiesen Schulterlänge: wegstecken, wegstecken, wegstecken. Nichts splisst Haarspitzen so sicher wie das ständige Aufstoßen auf Schultern und Kragen. Außerdem freuen sich Spitzen über einen extra Klacks Pflege, zum Beispiel ein paar Tropfen Öl oder etwas Lanolin (zum Beipiel in Form von Brustwarzensalbe)

Nicht mit offenem Haar schlafen! Nachts bewegen wir uns eine Menge und schubbern dabei ständig mit dem Haar über das Kissen. Das beansprucht gerade empfindliches Haar und führt unter Umständen zu verknotetem Haar am Morgen. Ob und welche Nachtfrisur einem bequem ist muss man ausprobieren. Ich flechte abends meist zwei einfache Zöpfe, einen rechts, einen links, andere wickeln einen Dutt ganz oben auf dem Kopf, damit sie nicht drauf liegen, und und und. Probiert einfach aus, was für euch passt. Wer nächtliche Haarschäden ganz gründlich vermeiden will kann auch über einen Kopfkissenbezug oder eine Nachthaube aus Seide nachdenken um die Reibung zu verringern, dass ist aber kein Muss.

Schonenden Harschmuck benutzen!
Dazu habe ich ja schon mal etwas geschrieben 😉

Langer Rede ganz kurzer Sinn:

– Reibung vermeiden (etwas durch Rubbeln mit dem Handtuch, auf dem Kopfkissen oder an Sitzpolstern oder Toupieren)
– nicht zu häufig und möglichst silikonfrei waschen
– geeignete Bürsten und Kämme verwenden
– nicht einklemmen (etwa in scharfkantigen Haarspangen, unter dem Taschenriemen oder zwischen Rücken und Stuhllehne)
– Hitze und Chemie vom Haar fern halten (Blondieren, Dauerwellen, Föhnen, Glätten, …)

Diese Tipps verstehen sich als Hinweise, wie man sein Haar -optimal- schonen kann. Natürlich wird niemandem sofort das Haar in strohigen Strähnen vom Kopf fallen, weil man aus Zeitgründen lieber lauwarm föhnt als lufttrocknen zu lassen und wer nicht mit Zöpfen schlafen kann wird sich morgens auch nicht zwangsläufig unter Qualen Kletten und Knoten ausbürsten müssen. Mir geht es nur darum zu zeigen, was das Haar schädigen kann und wie man diese Schäden vermeidet.

In diesem Sinne: Habt eure Haare lieb, dann danken sie es euch! 🙂

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  1. Das war wieder ein informativer und unterhaltsamer Beitrag, danke!
    Den TangleTeezer kann ich nur empfehlen. Ich habe gerade auf silikonfreie Pflege umgestellt und kämpfe sonst noch mit Knoten, aber der Striegel hilft wirklich.
    Hast du noch einen Tipp zur Pflege, der nun silikonentwöhnten und daher zottelig wirkenden Haare?
    Offen getragen sehen sie zur Zeit aus wie das Modell „Stromschlag“

  2. Hallo Befrielu!
    Danke für das Kompliment!
    Wegen des Modell „Stromschlag“: Pflegen, pflegen und noch mal pflegen.
    Was genau dir und deinen Haaren gut hilft musst du selber ein bisschen ausprobieren. Meine Geheimwaffen: reichlich Conditioner (Spülung) ab den Ohren abwärts in die Haare und einwirken lasen vor dem Ausspülen, eine Ölkur (werde ich noch was zu schreiben), Brustwarzensalbe für die Spitzen.

    Du könntest auch versuchen, nach der Haarwäsche mit kaltem Wasser und einem Schluck Essig oder Zitronensaft nachzuspülen. Die Kälte schließt die Schuppenschicht der Haare wieder und die Säure verhindert, dass sich durch hartes Wasser ein Kalkfilm ablagert. Beides sorgt für mehr Glanz.

  3. Ich kämme meine Haare immer vor dem Waschen und gehe beim Einseifen und Ausspülen immer mit den Fingern durch wie mit einem Kamm, aber ganz sachte mit Gefühl. So verheddern sie sich nicht. Nach dem Waschen wickle ich einen Handtuchturban. Wenn ich mich angezogen, das Bad gelüftet, die Wanne sauber gemacht und alles aufgeräumt habe, hänge ich das erste, inzwischen recht nasse Handtuch über die Heizung und mache einen neuen Turban mit einem trockenen Handtuch.

    Aber ich habe mal eine Frage zu der Silikon-Geschichte. Ich lese überall immer nur, dass es sich über die Haare legt und damit die kaputten Stellen versteckt. Aber wenn es keine kaputten Stellen gibt, ist es doch kein Problem oder? Das ist doch wie mit Push-Up-BHs: Wenn man die auszieht, kommt auch die Wahrheit ans Licht. Aber man kann nicht behaupten, der Push-Up würde den Busen kleiner machen. Warum sollte man nicht auch bei den Haaren so tun als ob?

    Henriette

    • Hallo Henriette!
      Das ist eine gute Frage, ich werde da noch mal genauer recherchieren, bevor ich dir das mit Bestimmtheit sagen kann. Meine Vermutung geht erstmal in zwei Richtungen: erstens ist Silikon nicht abbaubar und damit ein Umweltgift, das man in den Abfluss spült. Zum zweiten könnte ich mir vorstellen, dass das Haar unter der Silikonschicht nicht optimal versorgt wird, weil es da ja so eingeschlossen ist. Aber wie gesagt: ich werde noch ein bisschen recherchieren und melde mich dann noch mal 😉
      liebe Grüße

      die Handmaid

  4. Grundsätzlich sind deine Tips prima aber ich finde Verallgemeinerungen wie „wenn man Haare überkopf wäscht verknoten sie mehr“ immer sehr problematisch. Stimmt nämlich nicht unbedingt.
    Es kommt darauf an wie sehr man die Haare beim Waschen „durcheinanderwuselt“ und nicht darauf ob man sie überkopf oder unter der Dusche stehend wäscht. Zudem kommt es auf die Haarqualität an, feine Haare verknoten scneller als dicke „Pferdehaare“.
    Ich kann z.B. meine Haare nicht unter der Dusche stehend waschen, denn selst wenn ich sie kaum „durcheinanderwusele“ kann ich trotz Spülung das Durchkämmen hinterher total vergessen, geht gar nicht. So ist das mit den Verallgemeinerungen – kann stimmen muss es aber nicht.

    • Hallo Maria,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Da hätte ich mich wohl etwas genauer ausdrücken sollen. Was ich meinte war: Meiner Erfahrung nach (!) ist die Verknotungsgefahr beim -über-Kopf-Waschen größer, weil zumindest ich meine Haare automatisch mehr durchwuschele, wenn ich über Kopf wasche. (Das kommt bei mir schon alleine durch das Bewegen über den Kopf, dann wieder zurück und so weiter.)
      Aber natürlich kann man das nicht verallgemeinern und andere Faktoren (wie zum Beispiel Haarstruktur etc.) spielen auch noch eine Rolle.
      In meinem Artikel ging es mir auch primär darum, aufzuzeigen, was unsere Haare kaputtmachen -kann- (nicht muss). 😉
      Aber danke für’s aufmerksame Lesen, ich werde versuchen in Zukunft den Blick ein wenig von meinem eigenen haarigen Tellerrand zu heben und auch die im Hinterkopf zu behalten, die z.Bsp. nicht mit meinem dicken „Pferdehaar“ gesegnet sind 😉

      herzliche Grüße

      die Handmaid

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