Archiv für den Monat Mai 2013

gebastelt: mehr Haarnadeln!

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Jetzt hat es mich ja gepackt! Nachdem ich einmal angefangen hatte, Haarnadeln aus Stricknadeln zu basteln, konnte ich nicht mehr aufhören 🙂
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Wieder einmal musste ein bei Bijou Brigitte gekauftes Armband dran glauben (zwei verschiedene sogar).

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Allerdings gibt es bei dieser Rutsche auch einige Neuerungen:
– ich habe Stricknadeln in verschiedenen Stärken verwendet (zwischen 2,0 und 3,5mm)
– geklebt ist das ganze jetzt mit zwei-Komponenten-Kleber/Epoxidharz
– ich habe mit der Länge und der Form experimentiert und zum Beispiel eine breite zweizinkige Forke in eine sanfte Rundung gebracht. die Idee ist, dass sie sich in eine Banane stecken lassen soll.

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French Pinless – Variante für kürzeres/dickeres Haar

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Eine wunderschöne und elegante Frisur ist der French Pinless.
Er ist ganz leicht gebaut:

– Einen französischen Zopf flechten
– Eine Forke oder einen Stab senkrecht in den eingeflochtenen Teil stecken
– den Zopf immer hinter der Forke lang um die Forke legen
– Enden ggf. feststecken.

Bei mir funktioniert das nicht 😦 Der Zopf ist für seine Dicke noch zu kurz und reicht gerade ein halbes Mal um die Forke herum 😉

Darum habe ich die Frisur ein bisschen abgewandelt:

– Französisch flechten, aber nur Haare zunehmen, bis etwa die Hälfte der Haare verbaut ist. (Also ein „half-up Franzose“), Zopf zuende flechten
– die restlichen Haare zu zwei Engländern flechten
– Forke durch den eingeflochtenen Teil schieben
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– den Zopf wie beim Original um die Forke wickeln
– Spitzen feststecken
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– Die kleinen Zöpfe einen im Uhrzeigersinn, einen gegen den Uhrzeigersinn um den Dutt legen.
– Spitzen wegstecken

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Fertig. 🙂

Und irgendwann lerne ich es auch noch mal, die Haargummis besser zu verstecken *seufz*

So wirklich „pinless“ ist der natürlich nicht, weil ich doch ziemlich viele Spitzen festzustecken hatte. Aber ich mag die ovale Optik, die ein bisschen an eine Gemme erinnert 🙂

Frisuren, Frisuren

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Ich habe mal wieder einen Schwung Fotos bearbeitet und kann endlich mal wieder ein paar Frisuren zeigen:

Sockendutt mit Tuch:

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Woven-Bun, der irgendwie schief gewickelt ist… :-/

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Und zu guter letzt ein LWB mit einem meiner neuen Spielzeuge! Mein Haarmond von Wood Art Jewelery!
Ich liebe das Ding! Gut verarbeitet, wunderschöne Hölzer (Esche und Zebrano) und sieht einfach toll in den Haaren aus. Nur zu hoch sollte man den Dutt nicht ansetzen, es sei denn, man steht auf die Optik von „Teufelshörnchen“ von vorne 😉

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gebastelt: Haarnadeln/-miniforken

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Ich habe mal wieder gebastelt!

Für diese verzierten Nadeln oder zweizinkigen Metallforken (je nach Definition) braucht man:

– Stricknadeln aus Aluminium (in meinem Fall 20cm lang und 2,0mm dick)
– eine Verzierung. Das kann ein Schmuckstück sein, etwas aus Fimo modelliertes, eine Brosche, was auch immer. In meinem Fall habe ich ein Armband auseinandergenommen
– Heißklebepistole oder ähnlichen Klebstoff

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Die Stricknadeln kann man sehr einfach biegen. Eine gleichmäßige Krümmung kriegt man hin, wenn man sie über eine Türklinge biegt.

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Dann wird die gekrümmte Nadel einfach an die Rückseite des Schmuckstücks geklebt. (Je nach dem, welchen Kleber ihr braucht, variiert hier die Vorgehensweise.)

Fertig!
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Mit den Miniforken lassen sich kleine Dutts halten (mit schmalen Zopfumfängen oder Halfups) oder man kann Steckfrisuren damit befestigen, oder sie werden rein dekorativ in die fertige Frisur gepflanzt. 🙂

Hier habe ich einen geschneckten Holländer damit festgesteckt:
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Frisur: geschneckter schräger Holländer

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…wir Langhaars haben schon eine merkwürdige Geheimsprache ^^

Ein „geschneckter schräger Holländer“ ist ein Holländischer Zopf, der schräg am Kopf herunter geflochten wurde und dann zu einer Schnecke aufgesteckt.

Da ich seit ewigen Zeiten mal wieder etwas auf meinen Kopf gebaut habe, was den Namen „Frisur“ wirklich verdient, wollte ich euch das nicht vorenthalten 😉

Gehalten wird das ganze von selbstgemachten Haarnadeln (Artikel dazu kommt ist hier zu finden), einem Scroo und zwei U-Nadeln.

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Das hier war der erste Versuch, beim zweiten habe ich die beiden großen Nadeln beide nach oben gesteckt. Sieht zwar nicht ganz so schön aus, aber statisch war das nicht anders zu machen. Die halten schließlich einen Großteil des Gewichts und halten am oberen Ende der Schnecke einfach am besten der Schwerkraft stand.

es grünt so grün… Wildkräutersalat

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Vor zwei Wochen habe ich ganz in meiner Nähe einen wunderbaren Naturpark mit Schafweiden, Streuobstwiese und Wäldchen gefunden und die erste warme Frühlingssonne genutzt, um ein bisschen frisches Grün zur Bereicherung meines Speisezettels zu sammeln.

Auf der Jagd nach Knoblauchrauke und Vogelmiere begegneten mir dann noch zwei ältere Damen, die verwilderten Schnittlauch sammelten und mir eine Stelle mit Mengen von Bärlauch und Giersch verrieten.

Hier meine Ausbeute:
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Mjam, lecker Wildkräutersalat und Kartoffeln mit Bärlauchbutter

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„Soviel du brauchst“ die Handmaid auf dem Kirchentag

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„Soviel du brauchst“, das war das Motto des 34. deutschen evangelischen Kirchentages in Hamburg. Vom ersten bis fünften Mai trafen sich in der Hafenstadt rund 150 000 Menschen aus ganz Deutschland und der Welt und ich war mittendrin!

– Kirchen-wattbitte?

Der deutsche evangelische Kirchentag ist ein Großereignis, dass alle zwei Jahre immer in unterschiedlichen Städten in Deutschland stattfindet. Man kann sich das ganze als eine Art Messe (nicht nur!) für evangelische Christen vorstellen: Fünf Tage lang gibt es Vorträge, Workshops, Gottesdienste, Podiumsdiskussionen, Konzerte, Gespräche und und und. Dazu kommt noch der „Markt der Möglichkeiten“, eine Messe, auf der sich die unterschiedlichsten Verbände, Gruppen, Firmen und Organisationen vorstellen.

Viele der über 2000 Veranstaltungen befassten sich mit der Losung des Kirchentages: „Soviel du brauchst“. Wieviel brauche ich denn? Und wovon? Da gab es Workshops zu „simplify your life“, in denen der Frage nachgegangen wurde, wieviel Gerümpel mensch eigentlich braucht. Oder eine Podiumsdiskussion zur globlen Verantwortung als Konsument: Wieviel brauche ich tatsächlich? Wie kann ich mich so verhalten, dass auch die anderen haben, was sie brauchen?

Vor diesem Hintergrund habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht, was man eigentlich für und auf dem Kirchentag so braucht und worauf man vielleicht verzichten kann. Vielleicht regt einiges zum Nachdenken an, vielleicht kann auch die eine oder der andere ein paar Anregungen für den nächsten Kirchentag (2015 in Stuttgart!) oder eine ähnliche Veranstaltung mitnehmen?

1. Vor dem Kirchentag: Gepäck so viel du brauchst

Ich gebe es zu: leichtes Gepäck ist ein Spleen von mir. Ich empfinde einen irrationalen Stolz, wenn ich mit einer möglichst kleinen Tasche oder einem möglichst flachen Koffer verreise. Aber es gibt auch ein paar ganz handfeste Gründe, warum wenig Gepäck bei der Fahrt zum und beim Herumlaufen auf dem Kirchentag von Vorteil ist.

  • Der Kirchentag ist eine Massenveranstaltung. Es sind sehr, sehr, sehr viele Leute unterwegs. Das heißt, schon die Bahnen in die Gastgeberstadt sind voll, die Bahnsteige und Nahverkehrsmittel am Zielort noch viel mehr. Jeder Koffer, gigantische Reiserucksack etc. nimmt da zusätzlichen Platz weg und muss durch das Gedränge laviert werden, was meist nicht ohne ein paar Püffe und überrollte Mitmenschenfüße abgeht.
  • die Unterkünfte sind oft nicht gerade zentrumsnah, ich muss also mein ganzes Geraffel gegebenenfalls noch eine Dreiviertelstunde in U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen wuchten oder schleppen. Man tut also auch sich selbst einen Gefallen, wenn man nur mitnimmt, was man wirklich braucht
  • zum Abschlussgottesdienst nehmen die meisten ihr Gepäck mit, weil sie unmittelbar danach nach Hause fahren. Es gibt eine Gepäckaufbewahrung, die von den ehrenamtlichen Helfern super organisiert wird. Trotzdem dauert es natürlich hinterher eine ganze Weile, wenn tausende Menschen alle gleichzeitig ihre Koffer wieder abholen wollen. Kleineres Gepäck kann man normalerweise mit aufs Gelände nehmen und spart sich das Schlangestehen.

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Mein Gepäck, stilecht verziert 😉

Mir ist natürlich bewusst, dass das Gepäck von vielen Faktoren abhängt. Wer in einer Gemeinschaftsunterkunft schläft, der muss nunmal Iso-Matte und Schlafsack mitnehmen und eine Familie mit drei Kindern kommt auch nicht mit einem kleinen Rucksack pro Person aus. Hier trotzdem ein paar Überlegungen dazu, wie viel oder wenig man denn tatsächlich brauchen könnte:

  • Der Kirchentag ist keine Modenschau. Wer also darauf verzichtet, jeden Tag die Auswahl zwischen drei Hosen und fünf Shirts zu haben, der spart schon mal. Wenn es sich dann noch um knitterfreie strapazierfähige Sachen handelt, kann man sie schön klein verpacken
  • Das gleiche gilt für Kosmetika: Make-Up und Schmuck lasse ich gleich zu Hause (Abgesehen von Haarschmuck natürlich, aber auch da kann man ja eine *hüstel* kleiiiine Auswahl mitnehmen 😉 )
  • in vielen Drogeriemärkten gibt es Shampoo, Spülung, Duschgel etc. in Probiergrößen. Da die aber viel unnötigen Müll verursachen, fülle ich diese Sachen in kleine Plastikflaschen ab (gibt es in Drogeriemärkten), dann brauche ich keine großen Buddeln mitnehmen.

Soviel zur Anreise. Und auf dem Kirchentag? Was braucht man? Was muss mit, was eher nicht?

Ich habe schon einige Kirchentage mitgemacht und weiß inzwischen, was beim Besuch dieser Riesenveranstaltung hilft und was nur unnötig belastet.
Meiner Erfahrung nach, braucht man unbedingt:

  • gut eingelaufene bequeme Schuhe! Ich dachte, ich hätte diesen meinen Rat beherzigt, trotzdem habe ich schmerzhaft lernen müssen, dass man Blasen auf den Blasen kriegen kann (wusstet ihr das?) Ich habe die Pfadfinder mehr als einmal um ihre Wanderschuhe beneidet.
  • Blasenpflaster… man weiß ja nie
  • eine leichte aber warme Jacke, am besten wasserabweisend. Der DEKT findet meistens im Frühjahr oder im Frühsommer statt. Tagsüber kann es da ziemlich warm werden, aber der Tag ist lang und abends wird es oft empfindlich kühl. Außerdem habe ich Jacken schon zu den unterschiedlichsten Zwecken verwendet:- als Sitzpolster (die typischen Kirchentags-Papphocker sind zwar praktisch aber bei einer drei-Stunden-Veranstaltung irgendwann verdammt unbequem)
    – als Picknickdecke
    – als Sonnensegel bei open-Air-Veranstaltungen
    – als Kopfkissen
    – als Platzreservierer
  • Notizbuch oder elektronisches Äquivalent
  • genial dieses Jahr: faltbare Wasserflaschen. In Hamburg waren überall Trinkwasserbrunnen aufgestellt, an denen man sie kostenlos auffüllen konnte. Leicht und platzsparend natürlich ein gefundenes Fressen für mich Gepäck-Geizhals 😉
  • unverzichtbar: die Kirchentagsmappe mit Programmbuch, Stadtplan und Liederbuch. Obwohl es dieses Jahr zum ersten Mal auch eine ziemlich gute App gab.

Die Liste lässt sich natürlich noch beliebig erweitern um Regenschirm, Sonnencreme, Fächer (sehr angenehm in vollen Hallen), Strickzeug für Mußestunden etc. aber die oben aufgezählten Dinge sind das, was ich persönlich wirklich -gebraucht- habe.

2. Programm soviel du brauchst

Ich schrieb es schon: über 2000 Veranstaltungen verteilt auf drei ganze und zwei halbe Tage. Das ist eine schier unüberschaubare Menge und die Wahl fällt schwer.
Das Angebot verleitet natürlich dazu, möglichst viel aus diesen drei Tagen „herausholen“ zu wollen. Aber ist es das, was ich wirklich brauche? Wieviel Kirchentag brauche ich? Kann ich die Zeit überhaupt noch genießen, wenn ich von Programm zu Programm renne? Hier früher gehe, um mich da noch anstellen zu können, dort nur schnell was im Gehen esse, um noch rechtzeitig zum Workshop am anderen Ende der Stadt zu sein?
Oder kann ich im Angesicht des gefürchteten „Halle überfüllt“-Schildes auch mal die Gelegenheit nutzen, eine Pause einzulegen, oder mit den anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen? Eine meiner schönsten Erfahrungen war ein langes interessantes Gespräch, das ich mit einer Studentin aus Stuttgart führte, als wir beide nicht mehr in einen Workshop reingekommen waren.
Also gilt auch bei der Programmauswahl: soviel du brauchst. Nicht weniger und nicht mehr.

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120 000 Menschen waren zum Abschlussgottesdienst gekommen

3. Gelassenheit soviel du brauchst

150 000 Menschen sind verdammt viele; und wo viele Menschen zusammenkommen, da gibt es auch viele Nerven, die schnell blank liegen können. Hier tritt dir einer auf dem vollen Bahnsteig auf den (eh schon geschundenen) Fuß, da kriegst du im Bus einen Rucksack ins Gesicht und dort stehst du eine halbe Stunde in der Warteschlange und bekommst dann gesagt, dass die Halle/der Saal/die Kirche voll ist.
Da kann man sich dann aufregen, ein Riesenfass aufmachen und die Helfer anpöbeln, oder man versucht, aus der Situation das beste zu machen:
Die supertolle Bibelarbeit, zu der du unbedingt wolltest, ist überfüllt? Vielleicht lernst du so einen anderen tollen Redner kennen, den du sonst nie entdeckt hättest.
Vor der Konzerthalle steht eine Schlange, die gefühlt bis Galiläa reicht? Die Chance, Menschen kennenzulernen oder endlich mal mit allen zusammen das Kirchentagslied zu singen

Die Schlüsselbegriffe sind hier Rücksicht und Nachsicht.
Ich erlebe selten so viel Rücksicht wie auf Kirchentagen! Alles wartet vor einer Halle auf ein Konzert und da ist eine Frau auf Krücken? Sofort organisieren die anderen einen Papphocker zum hinsetzen.
In der langen (sehr geordneten) Warteschlange treten Raucher ein paar Schritte zur Seite und sammeln hinterher ihre Kippen ein, und so weiter und so fort.

Trotzdem ist manchmal auch unsere Nachsicht gefordert. Da ist der zwei Meter-Mann, der uuuunbdingt ein Foto machen muss und dabei die Sicht auf die Gebärdensprachdolmetscher auf der Bühne verdeckt. Da sind die Menschen, die das Prinzip „erst raus, dann rein“ beim Besteigen von U-Bahnen noch nicht verinnerlicht haben und da sind die drei Mädels, die sich während des Vortrages hinter einem angeregt unterhalten.

Gibt es alles, kann man sich drüber aufregen, muss man aber nicht. Eines aber gibt es, was dieses Jahr wohl zum Problem geworden ist: Frustrierte Besucher haben ihren Ärger an den freiwilligen Helfern ausgelassen. Klar, es ist total ärgerlich, wenn man zu der einen besonderen Veranstaltung nicht mehr eingelassen wird, weil der Raum voll ist. Aber der Helfer, der mit dem pöösen Schild vor dir steht hat weder die zu kleine Halle gebucht, noch hat er die Brandschutzbestimmungen erlassen, noch tut er das um dich zu ärgern. Diese Ehrenamtlichen, die sich oft aus Pfadfinder- und Jugendgruppen rekrutieren, leisten einen unverzichtbaren Dienst, um den Kirchentag überhaupt möglich und für alle angenehm und sicher zu machen. Und den sprichwörtlichen Boten zu erschießen, das braucht nun wirklich keiner.

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Das gab es auch: noch Platz im Stadtpark beim Abschlussgottesdienst!

4. Erinnerungen soviel du brauchst

Gerade auf dem Markt der Möglichlichkeiten kommt schnell der Sammeltrieb in einem durch. So viele interessante Leute mit so vielen interessanten Projekten und alle haben sie Flyer, Postkarten, Aufkleber, Kulis, Bonbons, Broschüren, Infoblätter,… nach zwei Stunden Wandeln in den Messehallen sammelt sich da so einiges an.
Aber brauchen wir den ganzen Kram? Ich habe in diesem Jahr noch Sachen wiedergefunden, die ich vor zwei Jahren in Dresden mitgenommen und nie wieder angeguckt habe. (Mein persönliches Highlight: eine Diakonissenhaube aus Papier zum selber-ausschneiden für Kinder. Fragt mich nicht, was ich damit wollte)
Daher lohnt es sich, wirklich zu überlegen: Brauche ich diesen Flyer? Oder kann ich das Projekt auch im Internet finden, wenn es mich interessiert? Brauche ich wirklich noch einen Kugelschreiber?
Oft macht es mehr Sinn, sich von den Leuten am Stand erzählen zu lassen, wer sie sind und was sie machen. Daran erinnert man sich eher, als daran, eine dieser zwölf Visitenkarten wieder zur Hand zu nehmen.
Oder man schreibt sich die wichtigsten Infos in ein Notizbuch, in ein Kirchentags-Tagebuch oder einfach hinter die Ohren.

Ähnlich ist es in der Kirchentagsbuchhandlung: eine ganze Messehalle voller Bücher, CDs, Geschenke, Postkarten und Klüngelkram.
Natürlich macht das einen riesen Spaß, durch das Angebot zu stöbern, hier rein zu lesen, da ein witziges Schlüsselband zu entdecken und außerdem wollte man ja so vielen Leuten noch was mitbringen!
Am Ende hat man einen sehr vollen Rucksack und ein sehr leeres Portemonnaie.
In der Kirchentagszeitung habe ich heute eine schöne kleine Geschichte dazu gelesen:

Eine Jugendgruppe ist auf der Rückreise vom Kirchentag und stellt fest, dass die Kamera kaputt ist und alle aufgenommenen Videos und Fotos futsch. Oh nein! Was soll man nun am Gemeindeabend zeigen, wo man eigentlich vom Kirchentag berichten wollte?
Schüchtern wendet ein Mädchen ein, sie habe viele neue Lieder gelernt, die man singen könnte.
„Ich könnte für alle was aus dem Bio-Kochbuch vom gläsernen Restaurant nachkochen“ bietet eine andere an. Nun fällt jedem etwas ein, was er beitragen könnte.
Plötzlich ruft einer: „Die Kamera geht wieder! Jetzt haben wir doch einen Film und die Fotos!“
„Kannste löschen.“ sagt ein anderer, „Wir haben was besseres.

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Kerze beim Lichtermeer am Abend der Begegnung

Erinnerungen soviel du brauchst. Aber die müssen nicht immer zum Anfassen sein. Vielleicht auch zum Anhören und Mitsingen, zum Genießen und erzählen lassen, zum Nachkochen, oder…
…oder in einem Blog nachzulesen.