grübeln über Seife…Vorschläge willkommen!

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Eines der Projekte, die schon lange auf meiner „Alles-auf-Anfang“-Liste stehen ist das Herstellen von Seife.Das Seifen im Prinzip aus Fetten und Lauge bestehen, so weit war ich schon. Auf der Suche nach Rezepten im Internet stieß ich auf diverse Blogs und Seiten, die mir zeigten, dass das Sieden von Seife ein beliebtes Hobby darstellt mit einer riesigen Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten: von Mango-Joghurt-Seife über bunte transparente Stücke, tolle Formen und Farben bis zu sprudelnden Badebomben ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Allerdings haben alle diese schicken Stücke ein Problem: sie werden mit dem gefährlichen Ätznatron (NaOH) hergestellt. Auf jeder Seite mit Seifenrezepten wird man neben Ideen für ausgefallene Waschstücke auch Warnhinweise finden, weil der Umgang mit diesem Stoff alles andere als unbedenklich ist: egal ob Spritzer auf der Haut, eingeatmete Dämpfe oder umherschwirrendes Pulver: eigentlich kann man feste Seife wohl nur herstellen, wenn man sich vorher mit Schutzbrille, Handschuhen und Atemmaske rüstet.

Das passt mir nicht. Ich hantiere schon seit (gruselig erinnerten) Chemieunterrichtzeiten ungern mit gefährlichen Stoffen und möchte mich einfach nicht in einen Mondanzug hüllen müssen um etwas herzustellen, womit ich mir hinterher die Hände waschen will.

Ein Ausweg schien zu sein, Seife nach einem ganz alten Rezept mit Pottasche und Fett herzustellen. Doch soweit ich die dutzenden Artikel im Internet verstanden habe, kann man daraus lediglich eine mehr oder weniger flüssige Schmierseife herstellen. Schon ganz nett, aber meine Vorstellung war ja ein festes Seifenstück, keine Schmiere…

Weil mein Chemiewissen einfach nicht ausreicht und Stunden der Suchmaschinen-Quälerei nichts gebracht haben: kennt jemand von euch eine Variante, feste Seifen herzustellen, ohne Leib und Leben zu riskieren? Oder geht das schlicht nicht und man braucht dazu immer Ätznatron? (In dem Falle würde ich mich  halt an einer Schmierseife versuchen, aber probieren muss ich es einfach 😉 )

Vielleicht gibt es ja unter mienen LeserInnen jemanden, um mich zu erleuchten 🙂

saubere Grüße

die Handmaid

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  1. Wenn man vorsichtig ist, reichen Handschuhe und Schutzbrille völlig aus. Man kann die Lauge ja draußen anrühren und das ausreichend große Gefäß so weit wie möglich von sich fern halten, so dass man nichts einatmet. Mir ist noch nie etwas passiert und die tollen Seifen lohnen diesen Aufwand auf jeden Fall.
    Ansonsten musst du dich wirklich mit so einer komischen Schmierseife zufrieden geben oder du nimmst vielleicht an einem Seifen-Workshop teil, wo der/die Dozent/in die Lauge herstellt.

    LG Andrea

  2. Leider ist es tatsächlich so, dass Ätznatron zur Verseifung der Fette benötigt wird. Es gibt einige gute Bücher zu dem Thema und unter seifentreff.de ein tolles Forum, wo viele Informationen zu finden sind. Ich selber arbeite beim Seifeln mit Handschuhen, Brille und offenem Fenster wegen der eventuell enstehenden Gase. Das Auflösen des Ätznatrons ist übrigens der kritischste Teil, nicht zu viel auf einmal, nicht über dem Gefäß einatmen.
    Ach beim Verseifen mit Asche entsteht übrigens Lauge, sprich die frische Seife ist ätzend! Auch dabei kommt an um Sicherheitsmaßnahmen nicht drum herum.

  3. Du brauchst immer Ätznatron.

    Ich arbeite zwar im Labor und setze meine Lauge immer dort an, aber wenn ich die Möglichkeit nicht hätte, dann würde ich das auch zu Hause machen. Allerdings unbedingt am offenen Fenster mit Schutzbrille und Handschuhen. Oder eben draußen…

    Ich glaube mit Pottasche wirst du nicht glücklich….

    Mir hat http://www.naturseife.com/ sehr geholfen!

  4. Hallo,
    Bin zufällig auf Deiner Seite gelandet und über den Seifenpost gestolpert 😉
    Ich war neulich zum Kräuterseifenseminar und da ein Kind mitkommen wollte war ich sehr skeptisch, denn auch ich hatte im Vorfeld im Netz vom Hantieren mit Säure gelesen. Weit gefehlt! Der gute Mann hat mit uns in sehr kurzer Zeit eine Seife ohne Säure hergestellt, er sagte die Säure wurde ja die Haut austrocknen und er benutzt seine Seife für den ganzen Körper (ausser für die Haare). Ich habe das Rezept und es gibt ein Buch aus welchem dieses stammt. Wenn Du noch am Seifeherstellen interessiert bist, suche ich Dir die Info’s gerne heraus und schicke sie Dir per Mail
    Viele Grüsse
    Melanie ( ohne Blog)

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