Archiv für den Monat September 2013

Eisregen

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Ich habe endlich das passende Tuch für mein Gletscherwasser-Garn gefunden! Das Tuch heißt „Rainstorm“ und ist von Giddy Davies. Regentuch und Gletscherwasser-Garn, das passt einfach. Das Tuch ist schön konstruiert: Oben liegen schwere Regenwolken auf den Schultern. Darunter fällt der Regen in einem lacigen Muster und unten klimpern mit eingestrickten Perlen einzelne Regentropfen.

Die Anleitung ist gut verständlich. Es gibt sowohl eine geschriebene als auch eine Chart-Anleitung und noch eine alternative Anleitung mit farbcodierten Anweisungen. Ich bin gerade bei der vierten von neun Wiederholungen der Regenwolken.

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Für mich ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, dass man viele verschränkte Maschen stricken muss (links wie rechts). Insbesondere links verschränkte Maschen am Anfang einer Reihe finde ich äußerst unergonomisch *fummel*

Aber das Muster gefällt mir sehr gut und ich freue mich schon auf den zweiten Teil!

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keine Nostepinne? Kein Problem! ^^

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Da sitzt frau in der Bahn, will ein neues Strickprojekt annadeln und stellt plötzlich fest: Nadeln, Anleitung, Garn, alles da, nur blöd, dass das Garn noch im Strang ist! *patsch*. Kurzes Kramen in der Handtasche förderte eine Mini-Deoflasche zutage und was soll ich sagen? Ging wunderbar 😉

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Das Garn ist übrigens das „Gletscherwasser„, das angeschlagene Projekt folgte demnächst  😉

„Sitting on a Rainbow“: gestreifte Stuhlkissen die dann doch Platzdeckchen werden wollten

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Kaum war das erste Schultertuch fertig, schon hüpfte die zweite Kette auf den Webrahmen!

Kissenbezüge für die Balkonstühle sollen es werden und dazu passende Platzdeckchen.

Leider habe ich es irgendwie geschafft, mich zu verrechnen oder zu vermessen, jedenfalls ist meine sorgfältig geplante Nahtzugabe irgendwie verschwunden und die ganze Geschichte ist ein paar Zentimeter zu schmal. Neuer Plan: Die aktuelle Kette wird einfach zu den geplanten Platzdeckchen und für die Stuhlkissen muss ein Neustart her.

Rahmen: Kromski Harfe

Kamm: 40/10

Material Kette: Schachenmayr nomotta Catania Baumwolle in gelb, orange, rot, grün, hellblau, dunkelblau und lila

Material Schuss: Schachenmayr nomotta Catania Baumwolle in cremeweiß

Hier beim Schären (auf der Rückseite der Harfe, sooo praktisch)

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Und mitten beim Aufbäumen. Das ist quasi ein Zwischenstadium. Ich Bäume nach diesem Video von Tim Horchler auf und bin auf dem Foto quasi an Minute 2:42. die Schlaufen vom Schären sind durch die Schlitze des Kammes gezogen und hinten auf den Warp-helper gezogen (ich hab leider keine Ahnung, wie das Ding auf Detusch heißt 😉 ). Die Kette hängt lang nach vorne weg und ist hier von mir zu Zöpfenb gehäkelt worden, damit sich die Stränge nicht verheddern. Der Stab verhindert, dass die Zöpfe sich auflösen. So musste der Rahmen erstmal übernachten, bis ich am nächsten Tag den Lieblingsmann bitten konnte, mir zu helfen, die Spannung auf der Kette zu halten, während ich sie auf den Kettbaum wickele.

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So sieht das ganze dann fertig aufgebäumt aus:

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Und die ersten gewebten Handbreit 🙂

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mein erstes Web-Projekt: kariertes Schultertuch

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Nachdem meine ersehnte Kromski-Harfe endlich da und aufgebaut war, habe ich natürlich gleich das erste Projekt aufziehen.
Sinnvoll wäre es wohl gewesen, ein einfaches kleines Projekt zu wählen. Ein Schal vielleicht.  25cm breit, einfarbig, Leinwandbindung, fertig.

Jo.

Sinnvolle einfache Dinge waren noch nie so meins…

Außerdem ist noch kein Schalwetter und ich trage eh keine gewebten Schals und außerdem hab ich ja den breiten Rahmen gekauft, da kann ich auch was breites weben,…
Langer Rede wenig Sinn: 320 Ketten, 4 verschiedene Farben (gekaufte Sockenwolle aus dem Stash), Karomuster, 2m lang, das soll mein erstes Schultertuch werden. 🙂

Erste Lektion für mich: das Schären und Aufbäumen dauern mindestens so lange wie das eigentliche Weben! Aber mit einem guten Hörbuch und einem weiteren guten Video von Tim Horchler war schließlich genug gewickelt und gefädelt und ich konnte endlich anfangen zu weben!

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Zweite Lektion für mich: einmal vernünftig aufbäumen spart hinterher nerven. Ich habe die ganze Zeit mit ungleichmäßiger Spannung gekämpft.
Aber es ging und es machte Spaß!

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Und das Endergebnis kan sich auch sehen lassen! Zwar würde ich beim zweiten Projekt vieles anders machen und es sind auch ituzende Fehler drin, aber es ist ein Schultertuch, es ist selbstgewebt und es ist wunderschön! 🙂

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Mein Webrahmen ist daaa!

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Lange lange bin ich um das Weben herumgeschlichen. Und lange lange habe ich es geschafft, mich von Gegenteil zu überzeugen: „Du brauchst nicht noch ein Hobby, das nimmt doch auch Platz weg und man braucht auch wieder ein teures Equipment,…“

Tja, und dann nahm der Wunsch irgendwann Formen an. Ich las in eine Rigid-Heddle-Loom-Gruppe bei Ravelry rein, sah mit youtube-Videos an und zog immer engere Kreise um die „Harfe“ der polnischen Firma „Kromski“.

Schließlich war die Entscheidung gefallen: ja, ich wollte einen Webrahmen und es sollte die Kromski-Harfe sein. Die gibt es in verschiedenen Größen bis hin zu 80cm Webbreite. Ich habe mich gleich für die breiteste Variante entschieden. Einerseits halte ich mir damit mehr Möglichkeiten offen (auf einem breiten Rahmen kann ich schmal weben, aber auf einem schmalen nicht breit), andererseits phantasiere ich davon, irgendwann Stoffe produzieren zu können, mit denen ich sogar was nähen kann 😉

Beschlossen, getan, bestellt. Die Kromski-Harfe nebst Standfuß. Nun hieß es warten und ab und zu beim Warten auf den Paketboten fiepend an der Tür kratzen.

Gute vier Wochen nach der Bestellung war es so weit: ein grooooßes Paket, dass meine Nachbarin heldenhaft entgegengenommen hatte!

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Leider war die „Aufbauanleitung“ ein schlechter Witz. Nur eine Seite mit einer kleinen Zeichnung. Aber Internet hilft und nach eingen farbenfrohen Flüchen und diesem Video von Tim Horchler war das Prachtstück richtig rum zusammengebaut!
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Der Standfuß war dann kein Problem mehr und da stand sie in all ihrer Pracht, mein heißersehnte Harfe!
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Rechts daneben hat sich noch meine Jenny, ein Louet S10 ins Bild geschlichen 😉

Die Harfe ist ein Gatterkamm-Webrahmen, auf englisch „Rigid-Heddle-Loom“. Dabei werden die Kettfäden abwechselnd durch Löcher und Schlitze in dem weißen Kunststoffkamm gefädelt. Der Kamm wird dann oben oder unten in einer Halterung eingerastet.Anfangs dachte ich, dass man damit nur einfache Leinwandbindung weben könnte und die Abwechslung einzog durch Farben und Materialien eingebracht werden könnte. Aber weit gefehlt! Es ist erstaunlich, was Leute mit einem RHL alles anstellen. Ich bin jedenfalls heftig angefixt und nicht mal das zeitaufwändige Schären kann mich davon abhalten, schon die nächsten drei Webprojekte im Kopf zu kreieren 🙂

Mein erstes Projekt findet ihr übrigens hier: kariertes Schultertuch