Handtücher „Magic Steps“

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Ich kene das schon von anderen Hobbies: kaum habe ich die grundlegende Technik verstanden, werde ich übermütig und versuche mich an „Scheitern als Chance“ mit Projekten, die eigentlich viel zu anspruchsvoll für mich hoffnungsfrohen Anfänger sind.
Irgendwie klappt es dann aber doch meistens.

Beim Weben waren dieses ambitionierte Projekt Küchenhandtücher im „Magic Steps“-Muster nach dieser Anleitung von Erica de Ruiter.Sie waren geplant als Weihnachtsgeschenk für meine Mama und sind auch wirklich gut angekommen!

Zunächst das Grundlegende:

Webrahmen: Kromski Harfe 80cm Webbreite
Kamm:  40/10 (10dent)
Material Kette: Cottolin (Leinen/Baumwollmischung) 22/2
Material Schuss: wie Kette

Der erste Schritt: Kette wickeln…und wickeln…und wickeln… vier Handtücher à 40 cm Länge plus Einsprung und so weiter und so fort gibt eine lange und breite kette. Dazu kommt, dass es sich bei „Magic Steps“ um einen Mischung as Log-Cabin und Basketweave handelt. Die Kettfäden liegen also zum Teil doppelt oder dreifach in den Löchern/Schlitzen.
Aber einige Fernsehabende später war es vollbracht und ich hatte die Kette geschärt, gezopft und zur Seite gelegt:

Zum Schären noch ein Tipp: das Cottolin kam auf Konen mit stabilem Pappkern. In die Löcher im Ständer der Harfe habe ich zwei der Schär-Stäbe gesteckt und die Konen darauf geschoben. So konnte ich das Garn bequem und ohne Verwicklungen abrollen.

Das Aufbäumen dauerte dann noch mal eine Weile, aber letztlich war es so weit, alles saß, wo es hingehörte und ich konnte die ersten Reihen anweben!

Es ist wirklich faszinierend, wie dieses Muster ganz ohne Hebestäbe oder andere Tricks entsteht. Im Grunde handelt es sich um ganz schlichte Leinwandbindung. Kette und Schuss liegen allerdings mehrfach, wodurch der gewünschte Effekt entsteht.
Da der Schussfaden auch doppelt oder dreifach in das gleiche Fach gelegt werden muss, habe ich einen Rat aus der Gruppe „Rigid Heddle Looms“ bei www.ravelry.com befolgt und „floating selvedges“, also schwebende Ränder eingezogen. Je ein Kettfaden rechts und links zusätzlich einzeln durch eien Schlitz. Wenn ich jetzt einen Schussfaden doppelt oder dreimal einlegen muss, schieße ich den Faden abwechselnd über oder unter diesen Randfaden, so entsteht ein gerader Rand.

Ich hatte zwischendurch erhebliche Probleme mit der Fadenspannung. Außer den fast schon erwartbar zu staraffen Rändern (das lag am Auwickeln auf den Kettbaum, habe ich jetzt gelernt), hatte ich plötzlich das Phänomen, dass eine Hälfte der Kettfäden durchhing. Ich glaube, es waren jeweils die, die durch die Schlitze gingen. So was habe ich noch nie erlebt. Per Ferndiagnose konnte mir leider auch im großen weiten Internet niemand helfen. Also verkürzte ich das erste Tuch und schnitt es ab. Beim zweiten hatte ich das selbe Problem (war ja auch noch die selbe Kette) und habe mich durchgekämpft, bis auch das zweite die reduzierte Größe hatte.

Eigentlich war ein Set von vier Tüchern geplant, hintereinander weg gewebt, mit Platzhaltern voneinander getrennt. So musste es ein kleineres Set von zweien werden 😉
Gefreut hat sich die Empfängerin trotzdem 🙂

Aufhänger: Die Schlaufen zum Aufhängen habe ich mit der selben Methode geknüoft, mit der wir früher Freundschaftsbändchen gemacht haben. Wer erinnert sich noch? Sticktwist an einen Sicherheitsnadel geknotet, die ans Jeansbein gesteckt und schon konnte überall geknüpft werden! Eine schöne Anleitung habe ich bei www.selber-machen.de gefunden.

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  1. Hallo Handmaid,
    bin Neueinsteiger im großen Wunder Weben..
    Jetzt finde ich deine Handtücher so toll aber leider funktioniert der Link zur Anleitung nicht. Kannst du mir evtl weiterhelfen?
    Herzliche Grüße

    • Herzlichen Dank!!! Einzug denk ich hab ich verstanden aber Schuss? Muss ich nochmal das Köpfchen anstrengen 😉

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