Archiv für den Monat Mai 2014

Dachbodenfund: 4 Kilo Flachs!

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Als der alte Bauernhof meiner Schwiegergroßeltern aufgelöst wurde, fand ich in einer Truhe auf dem Dachboden eine realtiv große Menge von etwas, was ich im dämmrigen Dachbodenlicht für Flachs oder Werg hielt.

Ich konnte es in dem Moment nicht ans buchstäbliche Tageslicht zerren, bat aber meine Schwiegermutter, die Faser, was immer es auch genau sei, beim späteren Ausräumen für mich aufzubewahren, falls nicht gerade Motten oder Mäuse ein neues Zuhause darin gefunden hätten.
Erstaunlicherweise ist das Zeug weder schimmelig noch von irgendwelchem Getier angefressen oder verschmutzt. Es ist staubig und voller kratziger Pflanzenteilchen, aber eigentlich in sehr gutem Zustand, wenn man bedenkt, dass es schätzungsweise schon seit knapp 100 Jahren auf diesem Dachboden liegen könnte.

Zuerst war ich mir nicht ganz sicher, ob es sich tatsächlich um Flachs handelt oder vielleicht um Werg oder Hanf und habe deshalb in verschiedenen Foren um Hilfe bei der Bestimmung gebeten.
Nachdem die erste Ferndiagnose eher Richtung Hanf ging, wurde mir aber eine Geruchsprobe angeraten: Sollte die feuchte Faser intensiv nach Pferdeschweiß oder verbranntem Holz riechen, so handle es sich wahrscheinlich um Hanf. Andernfalls um Flachs.

Nachdem ich die fragliche Faser gestern Abend langwierig gewogen, langgezogen, untersucht und im trockenen und nassen Zustand berochen habe (*haptschi*) kam der Mann an meiner Seite dann auf die naheliegende Idee:

„Frag doch mal Oma, ob die noch weiß, was das sein kann!“

Hätte man drauf kommen können.
Oma ist sich sicher, dass es Flachs ist. Aus der Familie des dazugehörigen Opas. Da dessen Mutter schon kein Leinen mehr gesponnen hat, muss es also mindestens von deren Mutter sein und damit locker über 100 Jahre alt.
Omas Diagnose deckt sich zumindest mit der Geruchsprobe: trocken riecht es nach Dachboden und hundert Jahre altem Staub :D
Nass riecht es gar nicht, bzw etwa nach nassem hundertjährigem Staub. Aber keinesfalls so intensiv, wie mir der Geruch von Hanffasern beschrieben wurde.

Aber ganz interessant war es doch. Ich habe zum ersten Mal die ganze Menge aus der Tüte gehoben, um mal zu wiegen, wieviel ich da eigentlich habe und habe folgendes herausgefunden:

– es sind über 4 Kilo 8|

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– Die Faser liegt jeweils in Bündeln zu ca 230-300g. Das waren vielleicht mal Zöpfe o.ä., die über die Genrationen etwas ihre Form verloren haben, aber es ist noch erkenntlich, wo sie zusammengedreht worden sind.20140514_214857
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– der Dreck, der sich darin noch findet sind wohl zum Teil Spelzen vom Flachs und zu einem guten Teil ganz profaner Dachbodendreck bzw der Bodensatz der Truhe.  Neben kleinen Putzbröckchen, Staub und Sand habe ich auch kleinste Papierfetzen gefunden. Liegt wohl wirklich schon ne Weile da 😉
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– die Farben und Haptik der einzelnen Stränge unterscheidet sich teilweise. Hier mal links ein hellerer und weicherer Strang, daneben ein gelblicherer, der sich auch gröber anfasst.
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Jetzt stellt sich nur noch die Frage, was ich damit anstelle. Einen Teil werde ich meiner Mama spenden und als Wocken für das alte Spinnrad ihrer Großmutter wickeln, das -zur Deko- bei ihr steht.
Den Rest würde ich natürlich sehr gerne verspinnen und dann weiter verarbeiten, aber dafür ist die Faser im Moment wirklich noch zu dreckig.
Ich setze darauf, dass sich das gibt, wenn ich sie zu einem Rocken/Wocken binde. Dabei muss ich die Stränge ja eh auflösen und hoffe mal, dass dabei möglichst viel Gebrösel raus fällt.

Da ich noch nie Flachs verarbeitet habe, wird es wohl noch ein bisschen dauern, bis ich mit traue, diese -ideell- wertvollen Fasern zu verspinnen. So lange lese ich mich erst mal ein in die Kunst des Wocken-Wickelns.
(Eine Anleitung habe ich hier von John Seymoure. Hat jemand noch nen anderen Tip?)

Wollstoff für die Cotte ist da!

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Juhuu, kaum habe ich angefangen, über meine Mittelalternäharbeiten zu schreiben, da ist auch schon der Stoff für die nächste Aktion in der Post:

Dunkelgrüner Wollköper für das Oberkleid (auch Cotte oder Cotta genannt).

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Ich habe lange mit Kamera und Bildbearbeitungsprogramm gerungen um die Farbe einigermaßen einzufangen. Es ist ein satter oliv-jägergrüner Ton.

Bezugsquelle: http://www.naturtuche.de
Bezeichnung: „leichte birkendunkelgrüne Wolle“
Material: 100% Schurwolle, chemisch gefärbt aber -wohl täuschend echt- die Färbung mit Birkenblättern nachhahmend.
Bindung: Gleichgratköper
Webbreite: 145cm
gekauft: 4m
Gewicht: 350g/lfm
Wer sich -wie ich- unter der Gewichtsangabe nichts vorstellen kann: Die Wolle ist…dicker als eine Anzughose aber dünner als eine Jeans 😉 sie fällt sehr schön, ist kein bisschen bockig. Ich habe versucht, dass auf dem Bild zu zeigen, indem ich den Stoff möglichst faltenreich auf dem Balkonstuhl drapiert habe.

Ich weiß noch nicht, ob ich Nähgarn  noch extra bestellen will, oder ob ich versuche, mit rausgezogenen Kettfäden aus Reststücken zu nähen. Das soll sehr gut gehen und man hat definitiv die richtige Farbe und Nadelstärke.
Mal gucken. Bevor dieses (nicht ganz preiswerte) Schätzchen zerschnitten wird, muss ich eh noch siebenunddrölfzig Dinge zum Schnitt recherchieren 😉

Mittelaltergewandung die erste: das Unterkleid

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Hier nun also der offizielle Blogeintrag zu meinem ersten Stück Mittelaltergewandung!
Angefangen wird bei der Unterwäsche: ein Unterkleid, auch Hemd oder Chemise genannt.

So here is the first blogpost officially dealing with some medieval garment!
We start with the undies: an underdress/undershirt/chemise

Stoff: Leinen, modern, weiß. Gekauft irgendwo im internet (weiß nicht mehr genau wo)
Fabric: linen, modern, white. Purchased somewhere online, can’t remember the store.

Nähgarn: weißes Leinengarn aus dem Klöppelbedarfs-Laden, den ich passenderweise im ältesten Viertel von Berlin entdeckt habe.
Thread: white linen thread I found in a crafting store in Berlins oldest quarter.

Schnitt: gerade Vorder- und Rückbahn, seitliche Gehren, jeweils in Bahnbreite aus zwei Dreiecken zusammengesetzt, Ausschnitt mit Schlitz (mit Beleg) Der Schnitt ist fast genau übernommen von einer Anleitung, die Mara vom Nikolassee freundlicherweise auf ihrer Seite zur Verfügung stellt. Die Ärmel sind so weit geschnitten, dass ich sie noch hochschieben kann.
Pattern: straight front and back panels, just a long rectangle, side gores each as wide as one  panel. Neck with a little slit.
I took the pattern from a tutorial, that reenactres and crafter Mara vom Nikolassee kindly provides on her site.

Techniken: komplett von Hand genäht (mit moderner Nähnadel und Stecknadeln); Heftstich und Überwendlingstich zum Versäubern
Method: entirely sewn by hand. (With modern sewing needle and pins). Running stich and overedge stitch.

Fotooooos! \o/

Nähgarn (mit Stecknadel zum Größenvergleich):
The thread with a blocking pin added for scale
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Zuschnitt. Als Schnittbögen habe ich dieses graue Papier benutzt, dass man in Deko-Läden als Verpackung für Zerbrechliches bekommt. Die Bögen sind schön groß und gleichzeitig schön dünn. Die Front- und Rückennbahn sind hier schon abgeschnitten, zu sehen sind Ärmel und Gehren.
Cuttung. As templates I use this grey paper, stores sometimes use to wrap glas and fragile stuff in. Its big and nicely thin. In this picture, the front and back panel have already been cut off; you see the sleeves and the gores.

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Die ersten Stiche! (Am Beleg vom Ausschnitt)
First stiches!

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Zuerst waren die Stiche noch ziemlich grob (hier die Schulternaht)…
Bit rough at first (this is the shoulder)…

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…aber an den Säumen habe ich sie dann doch ziemlich fein hinbekommen! (mit Stecknadel zum Größenvergleich)
But I did produce some really neat seams! (pin added for scale)

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uuuund fertig!
done!

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Und so sieht das ganze aus, wenn die Handmaid drin steckt 😉
This is it with the Maid inside 😉

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Bitte entschuldigt das grottige Foto. Mit dem auf dem Tisch stehenden Handy per Selbstauslöser so zu fotografieren, dass das ganze Kleid drauf ist, der Kopf aber nicht ist gar nicht so leicht…
Sorry for the hideous picture. It’s not easy to take a photo with your phone standing on the table, showing the whole dress but not your face…

Fazit:

Für ein Erstlingswerk bin ich sehr zufrieden! Das Nähen hat großen Spaß gemacht und geht doch flotter als man denkt. Nur das Versäubern der langen Nähte, insbesondere an den Gehren ist doch ziemlich zeitraubend. Alles in allem bin ich wahnsinnig Stolz auf dieses Stück Handwerk, auch wenn es sich nur um mittelalterliche Unterwäsche handelt 😉
Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die ich beim nächsten Mal berücksichtigen werde:
Conclusion:
For a very first try I am definitely happy with ist. The sewing was fun and actually goes quicker than you might think. Only hemming the seams was pretty time consuming.
But after all I am very proud of this piece of handcraft, even if it is only medieval underwear 😉

though, there are some points I will consider next time:

– das Leinen ist wirklich sehr Persilweiß. Beim nächsten Mal werde ich entweder irgendwo altes Leinen auftreiben oder einen natürlicheren Farbton wählen.
– the linen is really very white. Maybe next time I will go for old fabric or choose a more natural shade

– es ist etwas kurz geraten (gerade so knöchellang) wobei ich da noch mal gucken muss, was die Quellenlage zur Länge von Unterkleidern tatsächlich sagt. ich wurde nämlich darauf hingewiesen, dass ein etwas kürzeres Unterkleid durchaus von Vorteil sein kann, weil das Material schnell Wasser zieht, was auf taunassen Wiese o.ä. schnell unangenehm werden kann.
it’s a wee bit short (just down to the ankles). Actually I will have to do some research about how long underdresses really were. I have been told that linen gets awfully wet when walking on damp grass for instant and that it may be a good idea to keep it that „short“.

– um die Hüften ist es etwas eng. Ich habe wohl generell die Nahtzugaben etwas kleinlich berechnet. (Auf dem Bild spannt es um die Brust, das liegt aber an dem modernen BH, den ich aus -äh- Jugendschutzgründen drunter ziehen musste, wäre sonst etwas transparent ) Es ist noch nicht unbequem, aber kräftig zulegen darf ich jetzt nicht mehr :-/
Nachtrag: Es ist mittlerweile etwas sehr eng geworden und ich habe es geändert. Den Bericht findet ihr hier.
– it’s a bit tight around the hips. I think I did not calculate enough seam allowance. (On the picture it seems to be quite tight around the chest, but that’s because I was wearing a modern bra for the picture. Would have been to tranparent otherwise. It’s still comfy but I better do not put on a lot of weight!
Added later: it really became to tight and I had to change it. The post can be found here.

– Ich weiß noch nicht, ob ich mit Ausschnitt und Ärmeln zufrieden bin. Je mehr Quellen ich finde und je mehr Gewandungen von Anderen mit ähnlichem Darstellungszeitraum ich mir angucke, um so mehr glaube ich, dass die Ärmel zu weit sind. Die Ärmel der Oberkleider die man da so sieht sind alle ziemlich eng, zum Teil sogar geknöpft. Das würde mit meinen recht weiten Ärmeln natürlich nicht zusammenpassen.
– I still don’t know if I  like the neckline and the sleeves. the more sources I find, the more I think that the sleeves are too loose.

– den größten Hammer habe ich erst ganz am Schluss bemerkt: ich Riesenhirsch habe den gesamten unteren Saum in die falsche Richtung, also nach außen gesäumt! Sehr sehr ärgerlich. aber ich habe beschlossen, das jetzt erst mal so zu lassen. Wenn ich das Unterkleid so behalte, wird es ja eh ‚darunter‘ getragen, da sieht das keiner, und sollte ich wegen der Ärmel o.ä. doch noch ein neues machen, dann werde ich bei jeder Naht aber dreimal kontrollieren, wo innen und außen ist!
– The worst thing I recognised right after I finished the whole thing: I hemmed the complete seam to the outside! /o\
But I will keep it this way. After all it’s underwear and no one will see 😉

 

So, erster Schritt fertig! Der Stoff für das Oberkleid ist auch schon bestellt und dann fehlen ja nur noch Kopfbedeckung, Gürtel, Schuhe, Fibel, Tasche,…Kinderspiel ^^

 

seid herzlich gegrüßt von der Handmaid

 

Wo alles zusammenkommt: Die Handmaid im Mittelalter

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Es gibt ja so einige Dinge, von denen frau nie genug haben kann. Hobbies gehören für mich definitiv dazu.
Wer die Kategorie „Alles auf Anfang“ schon ein bisschen durchstöbert hat weiß, dass ich fasziniert davon bin, Dinge selbst zu machen, die wir in der heutigen Zeit im Normalfall kaufen. Das können bestimmte Lebensmittel sein, Gebrauchsgegenstände oder Kleidung.

There are some things one can never have enough of.
Hobbies have always been in that category for me.
As you might already have noticed when visiting this blog, I am fascinated by the idea of making things from the scartch that we in western industrialised countries usually buy in a store.
That could mean sewing clothes, baking my own bread or try to make cheese at home.

Meine textilen Hobbies Spinnen, Weben, Stricken, Färben, Nähen etc. widmen sich alle dem einen oder anderen Bearbeitungsschritt, der irgendwann zu einem Kleidungsstück führt. Die Idee, diese Schritte irgendwann einmal zu einem Projekt zusammenzuführen, an dem jeder Schritt selbst gemacht ist, schwelt schon lange in meinem Hinterkopf.
Dazu kommt mein Interesse für das Alltagsleben in vergangenen Zeiten. Schon im (nebenbei gesagt gruselig erinnerten) Geschichtsunterricht in der Schule hat mich nie interessiert, welcher König warum gegen wen Krieg geführt hat oder welche Dynastie wann welchen Landstrich beherrscht hat. Ich wollte wissen: was hatten die Menschen damals an? Was haben sie gegessen? Wie sah ihr Alltag aus? Womit haben ihre Kinder gespielt? Wie sah es in ihren Häusern aus?

In all of my textile hobbies such as spinning, weaving, kintting, dying, sewing, etc. I have explored several steps of making a piece of clothing.
The idea of bringing this steps together and work on a project where every step was made by me has been sitting in the back of my head for some time now.

Plus: I have always been interested in the every day live of people in the past.
I never really liked histor classes and learning which king did fight wich war when or ruled which part of which country… *yawn*
I wanted to know: what did people wear in that times? What did they eat? What was their day like? What did it look like in there houses? What did their children play with?

Fügt man diese beiden Interessen zusammen, so landet man früher oder später beim „Mittelalterhobby“.
Von LARP (Live Action Role Play) über fantasiereiche aber wenig historisch korrekte Kostüme über das Reenactment ( möglichst korrektes Nachstellen einer bestimmten historischen Begebenheit, meist Schlachten o.ä.) bis zur experimentellen Archäologie gibt es jede Menge Varianten, sich in seiner Freizeit mit dem Mittelalter auseinanderzusetzen.

If you add these fields of interest, sooner or later you will end up somewhere on the wide scale of „medieval hobby“.
Having LARP (live Action Role Play) on one end of the scale, moving over re-enactment (meaning to ‚play‘ a certain event of history as accurately as possible) to experimental archeology, there is a lot of different forms for adding some middle ages to your free time 🙂

Nach dem Stöbern auf verschiedenen Seiten und in einschlägigen Foren war für mich schnell klar: Für meine Zwecke kommt nur die so genannte „Living History“ oder „gelebte Geschichte“ in Frage. Hier wird größter Wert auf Authentizität gelegt. Jede Entscheidung -das Material für die Gewandung, Schnitte, Techniken, die Länge eines Gürtels, die Naht eines Schuhs- alles wird nach Möglichkeit mit Funden oder Abbildungen aus der jeweiligen Zeit belegt.
Diese Akkkuratesse kann schon ganz schön pingelig wirken, aber mich hat dieses Hobby in seinen Bann gezogen.
Mit Hilfe der Mitglieder eines Forums habe ich mich für einen Darstellungszeitraum, -ort und -stand entschieden und angefangen, mir eine Gewandung zu nähen.

After browsing websites, internet-forums and so forth, I decided, that my go-to form of medieval hobby would have to be the so called „Living history“.
Folks who practice Living History set a lot of value on authenticity. Every decision -the fabric for your garment, the length of a belt, the seam on a shoe- has to be proven with findings, pictures or texts from the time you are aiming at.
That might seem nitpicking, but I was fascinated.

Das Ziel ist, irgendwann eine Ausstattung zu besitzen, die ich von der Faser bis um Kleidungsstück selbst gemacht habe. Nähern will ich mich diesem Ziel aber kleinschrittig. Ich fange mit gekauften Stoffen aus belegten Materialien an (Leinen und Wolle). Bei im Internet geschossenem Leinen für 8€/m tut es halt nicht so weh, wenn man sich beim Schnitt vertut, als wenn das Garn selbst gesponnen und verwebt wäre ;-).
In den nächsten Schritten arbeite ich mich so weit zurück, wie ich komme. Insbesondere beim Weben muss ich mal schauen, ob ich da mit der Harfe überhaupt fein genug weben kann. Aber wie gesagt: das wird kommen.

The big aim for the future is a garment that is completely made from scratch, starting by the fiber. But I’m going baby-steps here. I start with store-bought fabric made from the right material. Screwing up the sewing with linen I got from ebay for 8€ a meter is just not enywhere near as painful as doing the same screw-up with some linen I spun and wove from the flax 😉

Aber für welche Darstellung habe ich mich jetzt entschieden?

So, what’s it gona be? Time? Location? Social status?

Eine Handwerkerin, Handwerkergattin oder -witwe. Sie arbeitet in der Weberei oder Tuchmacherei und ist somit keine ganz einfach Bäuerin aber auch keine reiche Frau (obwohl das durchaus noch kommen könnte). Sie lebt in der noch recht jungen Doppelstadt Berlin-Cölln zur Zeit der jahrhundertwende vom 13ten zum 14ten Jahrhundert.

Das hat sich seit der Zusammenarbeit mit den Brandenburgundern verändert. Ich bin jetzt eine der Mägde im Gefolge eines lehenlosen Ministerialen im Brandenburg des 13. Jahrhunderts.

The woman I try to recreate is a maidservant working for a knight without a feud (missing some vocabulary here 😉 ) in the 13th century.

Noch ist die Ausstattung überschaubar: nur das Unterkleid ist bisher fertig, aber ich werde euch an meiner wachsenden Garderobe teilhaben lassen! 🙂

The first finished part is my underdress! But there will be more!

es grüßt die mittelalerliche Handmaid

7-Sachen-Sonntag

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Fast ist er vorbei, der Sonntag, aber hier kommt gerade noch rechtzeitig mein „Sieben-Sachen-Sonntag“!

Hier poste ich wie immer in Anlehnung an eine Idee von Frau Liebe sieben Sachen, für die ich in dieser Woche meine Hände benutzt habe. Für 7 Sekunden oder für 7 Stunden.

Ich habe diese Woche:

…Radieschen begrüßt,

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…Saum gesäumt,

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…Besuch gefunden,

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…geträumt,

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…Rhabarberlimo gemacht,

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…auf dem Balkon in der Sonne gewebt,

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…einen Engel verschenkt.

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Was habt ihr diese Woche gemacht? Erzählt es in den Kommentaren oder verlinkt sehr gerne eure eigenen 7-Sachen-Sonntage!

einen guten Start in eine neue Woche wünscht

die Handmaid