Archiv für den Monat Oktober 2014

Sneak peek: Gewandung! ;-)

Standard

Eigentlich wollte ich ja warten, bis eine sehr liebe Freundin richtige schicke und bloggenswerte Fotos von mir gemacht hat, aber da meine Gewandung endlich so was wie fertig ist, will ich euch einen kleinen Vorgeschmack nicht vorenthalten!

Zu sehen sind:
– Cotte aus Wollstoff (‚Birkendunkelgrüne Wolle‘  von www.naturtuche.de ) mit Schlupfärmeln,
– kleiner Fürspan aus Messing von www.reenactors-shop.de
– Untergewand aus Leinen (kann man am linken Ärmelschlitz erahnen),
– wunderhübscher Gürtel von ‚Niklas Girdler‘ aus Wien,
– Gürtelbeutel aus Leinen mit Schnur aus handgesponnener Wolle
– Wimpel und Schleier aus weißem Leinen

Nicht zu sehen sind Strümpfe und Schuhe 😉 Da werdet ihr noch auf das Fotoshooting warten müssen 🙂

Advertisements

Strumpfmode à la Hochgotik

Standard

Mit Erschrecken musste ich bei meiner Recherche für meine Mittelalter-Gewandung feststellen, dass das Stricken für meinen Darstellungszeitraum als Handarbeitstechnik nicht wirklich belegbar ist. Handschuhe, Strümpfe, Mützen und ähnliches wurden wohl eher mit der Technik des Nadelbindens hergestellt.
Meine Idee, Strümpfe und Socken für die Gewandung zu stricken war also damit erst mal gestorben. Als ich der Frage nachging, was frau denn im 14. Jhd so in den Schuhen getragen hat, fand ich aber heraus, dass Strümpfe -heute völlig unüblich- durchaus genäht sein konnten.
Ähnlich wie die Beinlinge für Männer (Eine Art oberschenkellange Strümpfe, die an der Unterwäsche angenestelt wurden, handelt es sich um Füßlinge mit langem Schaft (bis Kniehöhe), die aus Wolle, evtl. Leinen und für die buchstäblich besser Betuchten aus Seide sein konnten.
Unter dem Knie wurden diese Beinkleider mit einem Band geschnürt.

While doing some research on medieval garments I sadly had to learn that knitting is not an option for „my“ time and location.
Mittens, stockings, hats and so on were made in a technique known as „naalbinding“.
So my plan to knit some socks or stockings for the medieval wardrobe was cancelled. When searching for women’s hosery in the 14th century I found out that stockings would mostly be sewn from fabricc!
Similar to the men’s hose (thigh-high stockings, tied to the underwear) these stockings are knee-high and are made from wool or silk for the wealthy folks.
Below the knee they where tied with a cord.

Eine wirklich sehr empfehlenswerte Anleitung habe ich hier bei der „Mittelalter-Manufaktur“  gefunden. Die Autorin hat sich große Mühe gemacht, eine sehr verständliche Schritt-für Schritt- Anleitung zu erstellen. Ich habe sie genau befolgt und habe ein paar tolle gut sitzende Strümpfe bekommen. Allerdings habe ich alle Nähte von Hand statt mit der Nähmaschine gemacht. Dementsprechend kam bei mir noch ein Schritt dazu: die Nähte musste ich versäubern, statt sie nur umzubügeln und knappkantig abzuschneiden.

I found a really good explanation here at „Mittelalter-Manufaktur“ (site in German only) The author did a really good job providing an comprehensible step-by-step tutorial. I followed it thoroughly and ended up with some perfectly fitted stockings. I only did all seams by hand in stead of using a sewing machine.

Material:
– leichter Gleichgratköper-Wollstoff von Hüco.
– Herausgezogene Kettfäden als Nähgarn
– Handgesponnene Wolle für die Nestelschnur
(Außerdem aus dem „modernen Nähkästchen“: Schneiderkreide, dünnes Papier zum Übertragen des Schnittes, Stecknadeln)

material:
– light 2/1-twill
– warp-threads I pulled out of the fabric to use as sewing thread
– handspun yarn for the cord
(and from my modern supplies: taylor’s chalk, thin paper to transfer the pattern, blocking pins)

Techniken:
– Vorstich
– Überwendlingstich
– Fingerloop

techniques used:
– running stitch
– overedge stitch
– fingerloop

Weil die Anleitung schon so super ist, will ich sie hier gar nicht wiederholen sondern lieber noch mal auf das Original verweisen 😉

Nur in aller Kürze: nach dem Vermessen von Fuß und Wade habe ich die Maße auf Papier übertragen* , ausgeschnitten und auf den Stoff gepinnt.
WICHTIGER HINWEIS: Damit die Strümpfe nachher dehnbar sind und die Naht nicht beim ersten mal Hinhocken kracht ist es wichitg, die Teile diagonal zum Fadenverlauf zuzuuschneiden!

The tutorial is brilliant. Therefore I will not repeat it here but just direct you to the original once again 😉

In a nutshell: after measuring foot and calf I transfered the measurements to paper:, cut it out and pinned to the fabric.
IMPORTANT NOTE: to get stretchy stockings that will not rip when movin around or squating down, it is important to cut the parts on the bias to the fabric!

WICHTIGER HINWEIS 2: In der verlinkten Anleitung wird davon abgeraten, die Teile für beide Strümpfe gleichzeitig aus einem doppelten gelegten Stück Stoff auszuschneiden, weil die Lagen schnell verrutschen können. Mir ist noch ein weiterer Grund aufgefallen: meine rechte Wade ist etwas kräftiger als meine linke (Fällt auch bei Stiefeln mit Reißverschluss gerne mal auf). Daher macht euch lieber die Arbeit und messt zumindest beide Füße/Beine aus. Wenn sich die Maße nicht deutlich unterscheiden, könnt ihr sicher auch alle Teile auf einmal zuschneiden. Bei mir hätte das in einem zu engen Strumpf geendet.

IMPORTANT NOTE 2: the tutorial advises you not to cut the parts for both stickings at once because the layers of fabric might slip against each other and end up crooked. I found another reason why you should measure and cut the right and left stocking individually. My right calf is a bit thicker than the left one (I knew that from the struggle to buy boots with zippers.) I would therefore recommend you to measure both feet and legs to avoid having one fitting and one too tight stocking.

Die Teile werden dann links auf links zusammengenäht (ggf. versäubert) und gewendet. Das Versäubern der Rundungen insbesondere an der Fußspitze  fand ich schrecklich fummelig. Wenn jemand einen Tipp hat, wie das einfacher geht: immer gerne raus damit!

Then join the parts, hem the seams and turn.
I found the hemming fiddly, especially at the round corners. If ou have an idea how to make that easier: I’m all ears!

 

In den oberen Saum wird ein Tunnelzug eingearbeitet, in den dann von der Außenseite zwei Löcher gebohrt werden, durch die später die Nestelschnüre kommen. Bei mir hat sich eine dicke 8mm Stricknadel aus Bambus als Ahle bewährt.
Nachtrag 2015: Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass diese Form nicht wirklich belegbar ist. Statt des Tunnelzugs sollten die Strümpfe bis über das Knie reichen und mit einer Kordel unter dem Knie gebunden werden. Ein Beispiel dafür findet sich hier.

In the upper seam I inserted a drwastring casing. Into the casing you push two holes to pull the cord through. I used an 8mm bamboo knitting needle as an awl.
Added 2015: Over the past months I found out that this pattern is not 100% accurate. I could not find any proof for a drawstring casing. Instead the stockings should go up to a hand above the knee and be tied with a cord under the knee.
find an example here.


Die Löcher werden dann umstichelt, das ist mir noch nicht so ganz hübsch gelungen. Wenn ich wirklich noch ein Sonntagsgewand mit Knöpfen (und dementsprechend Knopflöchern) anstrebe, sollte ich das noch mal üben!

The holes are then hemmed. I need some spratice for that. If I really want to sew a sunday dress with buttons (and therefore buttonholes), I should work on that 😉

Durch die Löcher wird dann eine Kordel gezogen. Je nach Darstellung kann das eine (geloopte) Wollschnur sein, ein Lederband oder eine schmale Brettchenborte. Ich habe erst mal nur ein Stück handgesponnene verzwirnte Schafwolle genommen, weil ich gerade nichts anderes zur Hand hatte. Hält aber schon mal hervorragend!

Through these holes draw a cord. Depending on the persons rank/wealth/… that could be a woolen string, a leather cord or a teblet woven ribbon.
I used what I had at my fingertips: A piece of woolen yarn. Fits well!

 

 

Fazit:

Dank der hervorragenden Anleitung sehr leicht zu konstruieren und nicht allzuschwer zu nähen. Beim nächsten Mal würde ich den oberen Fußteil vielleicht etwas kleiner machen, es schlägt besonders im Schuh doch ziemlich Falten auf dem Spann. Aber vielleicht brauche ich den Raum auch für ausreichende Bewegungsfreiheit. Ich werde das testen.
Der Wollstoff ist tatsächlich dehnbarer als gedacht. Ich konnte mich im Kurztest problemlos hinknien, gehen, mich setzen,…
Wegen des Nestelbandes werde ich noch etwas recherchieren. Vielleicht bietet sich hier ja die Gelegenheit, etwas brettchengewebtes in die Gewandung einzubauen? Bisher wollte das nirgendwo so recht passsen 😉

Conclusion:

Thanks to the very easy to understand tutorial this was easy to construct and not too difficult to sew. Next time I would reduce the size of the upper foot part. It turned out a bit sloppy. But maybe I will need the room for moving..I will try that out.
The cloth is more stretchy than I had expected. I could easily kneel, squat, sit down…
I will do some more research about the cord. Maybe this is the opportunity to add some tablet-weaving to my garment? So far it never really fit in. 🙂

 

 

* ich habe es irgendwo schon mal geschrieben: ich hebe für solche Schnitte immer das dünne graue Papier auf, in das in Deko-Läden Zerbrechliches eingewickelt wird. Es ist kostenlos, meist werden mehrere Bögen auf einmal verwendet, es ist dünn und lässt sich gut beschreiben und auf dem Stoff festpinnen.

I think I mentioned this before: I use the thin grey paper they use at stores to wrap fragile goods. It’s free, thin and easy to write on and pin to the fabric.

Kopfputz!

Standard

Meine erste Mittelaltergewandung geht langsam aber sicher ihrer Vollendung entgegen!

Ok, das war gelogen. So ein Projekt ist nie wirklich beendet und eine Gewandung nie wirklich vollendet, soviel habe ich über dieses Hobby mittlerweile gelernt 😉
Aber mittlerweile habe ich fast alle Teile beisammen, die frau braucht, um für’s beginnende 14. Jhd vernünftig angezogen zu sein.
Neben dem Unterkleid und der Cotte sind das Strümpfe (in diesem Fall aus Wollstoff genäht), Gürtel und Schuhe (die konnte ich nicht selber machen, aber ich habe sie!) und vor allem: was auf’m Kopp.
Als nicht mehr ganz taufrische „Thirtysomething“, die mit allergrößter Wahrscheinlichkeit verheiratet war, wäre ich um 1300 niemals nicht mit unbedecktem Haar aus dem Haus gegangen. Das war zum einen dem Schutz der Haare vor Schmutz und Staub, zum anderen der Sittenstrenge des katholischen Hochmittelalters geschuldet.

Kopfbedeckungen für die Frau gab es in vielerlei Ausführungen und es wurde von berufenerer Stelle¹ schon viel darüber geschrieben, darum will ich mich jetzt hier nicht darüber verbreiten. Viel lieber stelle ich statt dessen meinen persönlichen Kopfputz für alle Gelegenheiten vor!

Material:

Alle hier vorgestellten Kopfbedeckungen habe ich aus leichtem weißen Leinenstoff genäht, den ich bei einem Stoffgroßhändler in Berlin erstanden habe.
Leider musste ich feststellen, dass meine übliche Taktik, herausgezogene Kettfäden aus dem Stoff als Nähfaden zu verwenden, hier nicht funktioniert hat. Die Fäden sind andauernd gerissen und die Naht machte keinen wirklich stabilen Eindruck.
Von meinem Untergewand hatte ich noch weißes Leinengarn übrig, dass aber für den feineren Stoff des Kopftuches viel zu stark und bockig war. Darum habe ich jeweils eine Länge Nähfaden abgeschnitten und aufgespleißt. Das Garn ist 6fach verzwirnt, so dass ich nun zwei 3fädige Fäden hatte. Das passte viel besser und ließ sich wunderbar verarbeiten.

Techniken:

Da alle drei Teile im Grunde nur Tücher mit mehr oder weniger simplem Zuschnitt sind, braucht es keine großen Nähfähigkeiten. Sie werden nur zugeschnitten und -von Hand- gesäumt.
Zum Säumen habe ich mich zum ersten mal an einem Rollsaum versucht. Hier ist die hohe Knitteranfälligkeit von Leinenstoff mal ein wirklicher Vorteil: Wenn man die Stoffkante zwischen den Fingern einrollt (geht am besten mit ganz leicht befeuchteten Fingern), bleibt der Stoff nahezu in dieser Position und man spart sich die Verwendung von Stecknadeln.

Einfach und praktisch: das Kopftuch

Als Gattin eines Handwerkers in der jungen Stadt Berlin gab es eine Menge Arbeit in Haus und Werkstatt. Die Kopfbedeckung für den Alltag musste daher vor allem eins sein: praktisch.
Ein Kopftuch schützt das Haar vor Staub und Dreck, verhindert, dass sich lösende Strähnen ins Gesicht fallen und bedeckt außerdem ausreichen züchtig die Haarpracht.
Es ist schnell umgebunden, frau braucht weder Nadeln noch Schapel oder ähnliche Fummelei und das ungefärbte Leinen kann zum Waschen problemlos ausgekocht werden.
Größe, Schnitt und Bindeweise des Kopftuches können sich erheblich unterscheiden. ich habe mich für einen einfachen dreieckigen Zuschnitt entschieden.
Die lange Seite ist ziemlich genau einen Meter lang, die Höhe zur Spitze beträgt 68cm.
Gebunden ist es wie gesagt sehr fix: mit der langen Seite zur Stirn auf den Kopf legen, dabei den Saum ein wenig umschlagen. die Enden im Nacken knoten, wieder nach vorne führen (dabei leicht eindrehen), kreuzen und unter den entstandenen Wulst stecken.


Die Ecke, die im Nacken hängt wird unter den Dutt bzw. den Knoten gesteckt.
Wie gesagt: es gibt dutzende Arten, ein Kopftuch zu binden. Diese gefällt mir, weil sie schnell geht, gut hält und durch den umgeschlagenen Rand mit den drunter gestopften Spitzen nicht so sehr nach „Piratenkopftuch“ aussieht. Ist einfach etwas lockerer von der Optik. Außerdem gibt es so keine Spitzen, die einem vor der Nase baumeln können, wenn man sich nach vorne beugt.

Darfs etwas züchtiger sein? Der Wimpel

Im Gegesatz zum Kopftuch bedeckt der Wimpel nicht nur das Haar sondern den ganzen Kopf inklusive Hals und -je nach Schnitt- das Décolleté, so dass nur das Gesicht frei bleibt.
Das ist auf der einen Seite natürlich noch viel züchtiger und anständiger als ein einfaches Tuch. Auf der anderen Seite wärmt die größere Stoffmenge auch 😉

Nach dieser Anleitung von Tempora Nostra habe ich einen Wimpel wie unter „Wimpel Variante 2“ zugeschnitten.
Das ganze Ding ist 170cm lang, an der breiten Seite 43cm hoch und läuft -abweichend vom TN-Schnitt- ab etwa 63cm komplett spitz aus.

Mit dem Wimpel bin ich noch nicht ganz zufrieden. Entweder ist er etwas knapp bemaßt, ich noch zu ungeübt im Wickeln oder ich muss mir eine andere Frisur darunter überlegen. Jedenfall finde ich ihn etwas knapp. Insbesondere am Hals ist bei mir deutlich weniger Stoff als auf der Abbildung von Tempora Nostra. (Auf dem Bild seiht man auch, dass mir die Ecke auf der linken Seite am Kinn rausgerutscht ist.)
Ich werde noch ein bisschen üben und mal mit unterschiedlichen Frisuren experimentieren, vielleicht gibt sich das dann.
(Bei allen hier gezeigten Fotos hatte ich meine -taillenlangen- Haare im Nacken zu einem Knoten (Winding Bun) geschlungen und mit einem kurzen Stab festgesteckt.)

Eher ein Kombi-Teil: Der Schleier

Während der Schleier von besseren Gesellschaftschichten auch ’solo‘, gehalten von Nadeln oder Schapel, getragen wurde, würde ich bei einer Handwerkerin eher darauf setzen, dass er in Kombination mit einem Wimpel oder sogar einem Gebende getragen wurde.
Ich verwende ihn zusammen mit dem Wimpel, weil der mir alleine optisch einfach nicht so richtig gut gefällt. Das Zusammenspiel von Wimpel und Schleier ist schon ziemlich anständig, schmeichelt dem Gesicht durch den weicheren Fall aber deutlich mehr als der reine -ziemlich strenge- Wimpel, finde ich.
(Und niemand hat gesagt, dass ich mich in Gewandung nicht auch schick fühlen darf, richtig? 😉 )


Schleier konnten rechteckig, (halb-)rund oder (halb-)oval sein. Wegen des schöneren Falls habe ich mich für letztere Variante entschieden.
Die gerade Seite misst 100cm, an der höchsten Stelle der Rundung sind es etwa 62cm.
Der Schleier wird mit der gearden Seite richtung Stirn auf den Kopf gelegt, eventuell etwas eingeklappt, um sich besser dem Kopf anzupassen, und dann mit Nadeln festgesteckt. ich verwende momentan noch möglichst unauffällige moderne Stecknadeln, möchte mir aber noch originalgetreue Gebende-/Schleiernadeln aus Messing zulegen.

 

¹zum Beispiel :
http://www.tempora-nostra.de/kopfbedeckungen_frauen.shtml  (guter Überblick über versch. Formen, inklusive Abbildungen, Quellen und Anleitungen)
http://wh1350.at/literatur-und-quellen/kopftuecher-haarsaecke-und-hauben/  (Tolle Quellensammlung zu Abbildungen von Kopfbedeckungen!)

Zuwachs im Haarschmuck-Kasten!

Standard

Ich habe es getan! Lange bin ich rum herum geschlichen, jetzt habe ich sie mir eindlich gegönnt: Zwei Modelle aus der neuen „Jewel“-Kollektion von Ficcare.
Zu mir gekommen sind eine  „Emerald“ und eine  „Dark Topaz“, beide in L.
Die beiden schimmern wirklich wie Juwelen, einfach tolle Farben!

 

Der Topaz stehe ich allerdings noch ein bisschen zwiespältig gegenüber 😕 Die Farbe als solche gefällt mir total gut und ich habe auch gar kein Problem mit den recht dünnen Lackschichten, die momentan wohl produziert werden. Im Gegenteil, ich mag, wenn es am Rand etwas heller schimmert. Aber bei dieser habe ich das Gefühl, dass der Lack sehr ungleichmäßig aufgetragen ist.
Ich kriege das wegen der Spiegelung leider nicht im Foto eingefangen, aber an der Stelle, wo die Wölbung am höchsten ist, ist der Lack so dünn, dass die goldene Basis deutlich durchschimmert. Das passt zwar zur Topaz nun gerade gut, aber es sieht doch etwas fleckig aus. Man fühlt sogar, dass da eine Wölbung nach unten ist. Ich bin am überlegen, ob ich sie zurückschicke.