Ganz in weiß…

Standard

Was viele bestimmt nicht wissen: ich habe eine geheime „Handarbeits- Bucketlist“ von Handarbeiten, die ich in diesem Leben unbedingt noch zumindest mal ausprobieren will.

Schon immer mit auf der Liste stand die Weißstickerei, also das Verzieren von weißen (Leinen-)wäschestücken, Tischdecken etc. mit Stickerei Ton in Ton und Durchbruchsmustern/Hohlsäumen etc. Die klassische Aussteuer-Stickerei eben 😉

Da meine Familie mich nicht nur kennt sondern auch sehr liebt, habe ich zu Weihnachten neben anderen wundervollen Sachen auch ein neues gewichtiges Stück Lektüre bekommen:

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Die „Eyklopädie der weiblichen Handarbeiten“ von Thérèse de Dillmont.
Dieses Standardwerk von 1893 beinhaltet eine große Auswahl von verschiedenen Handarbeiten mit Anleitungen und Zeichnungen. Und ich darf jetzt eine wunderschöne Faximileausgabe mein Eigen nennen. 🙂
Unter anderem findet sich hier auch ein ausführliches Kapitel zur Weißstickerei.

Also habe ich mir meine Stickrahmen (aus längst vergangenen Zeiten der Kreuzstichstickerei mit Oma), ein Stück Leinen und weißes Leinengarn geschnappt (beides habe ich ja -Mittealter sei Dank- in ausreichender Menge vorrätig) und losgelegt.
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Beim Sticken generell und bei der Weißstickerei im Besonderen muss man sehr sorgfältig arbeiten. Damit dürfte jedem, der mich kennt klar sein, dass das eigentlich nichts für mich ist 😉
Eine erste Reihe Languettenstich sah dann auch gar nicht so schlecht aus. hier konnte ich tatsächlich Fäden zählen und blieb damit einigermaßen gerade und gleichmäßig. Hier habe ich übrigens auf den Stickrahmen verzichtet. Das ging über den Zeigefinger gelegt viel besser.
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Die zweite Reihe im „geraden Stielstich“ war da schon schwieriger und deutlich unruhiger.
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Der „gewundene Knötchenstich“ war wieder einfacher aber nicht so richtig effektvoll. Ich vermute, dass hier das Garn zu dünn war.
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Dann fing ich das erste Mal an, an mir zu zweifeln: der Wickelstich war aber so was von schief gewickelt 😦
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Also las ich die Anleitung noch einmal gründlicher, verglich mit den Zeichnungen, und wechselte dann noch die Nadel. Ich hatte bis dahin mit meiner historischen Messingsnadel gearbeitet. Deren Öhr ist aber zu dick um die Windungen vernünftig von der Nadel zu schieben. Mit einer glatteren modernen Nadel ging es dann viel besser.
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Der Rest war Übung!
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Die „Stäbchenleiter“ hat mich nicht wirklich überzeugt, aber ich glaube, da stimmten auch die Größenverhältnisse und die Garndicke nicht. Die ganze Sache hätte kleiner und dichter sein müssen.
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Richtig gut gefallen haben mir die „geschlungenen Bögen“. hier habe ich das erste Mal mir der Garnstärke gespielt. nach den ersten Versuchen, die mich nicht wirklich überzeugt hatten, habe ich das Garn doppelt genommen. Schon besser! 🙂
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Jetzt kam der Teil, auf den ich mich gefreut hatte: erste Durchbrucharbeiten.Verschiedene Versuche von Bindlöchern und Schattenbindlöchern brachten SEHR verschiedene Ergebnisse.
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(Merke: Garn dick genug wählen, Löcher sehr klein machen, gut vorzeichnen und erst nach dem Sticken ausschneiden.

So weit zu meinem ersten Weißstickerei-Versuch! Der Probelappen ist noch nicht voll, ich were also noch ein paar verschiedene Sachen ausprobieren. Das nächste Teststück bekommt dann Hohlsäume!

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  1. Ui, meine Oma erzählt immer davon, dass sie das bei ihrer „Ausbildung“ gelernt hat. Da muss ich sie doch glatt mal fragen, ob sie da noch Lektüre, Material und zu bestaunende Objekte hat.

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