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Schüttel dein Haaaar für mich! Die Handmaid vom Winde verweht

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Gestern war ich mit einer Freundin in der „Skylounge“ in Berlin Gropiusstadt und habe ihr die Kamera in die Hand gedrückt und genötigt, bei dem Wind und der tollen Abendsonne ein paar Haarflatterfotos über en Dächern von Berlin zu schießen :-)

Ich kann mich nicht entscheiden, welches ich am schönsten finde, darum gibt’s jetzt ne Bilderflut !

        

Erfahrungsbericht Naturfriseurin „die Baderin“ in Berlin

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Ich habe im Moment Urlaub und habe ich mir letzte Woche einen Besuch bei der Naturfriseurin gegönnt.

Die Baderin ( http://www.baderin.de) arbeitet nur mit Naturkosmetik und wurde im Langhaarnetzwerk schon als langhaarfreundlich empfohlen.
Gebucht habe ich „Haarschnitt inklusive Kopfmassage und Haarwäsche“.
Der Salon wirkt gleich beim Reingehen sehr gemütlich. Nicht dieser typische Glas-und-Chrom-Charme. den Friseursalons sonst gerne haben. Auch dieser manchmal penetrante Friseurgeruch nach Stylingprodukten und Chemiefarbe fehlte. Statt dessen viel Holz, leise bisschen esotherische Musik im Hintergrund.
Als ErstkundIn setzt sich die zuständige Frsieurin erst mal bei Tee oder Wasser mit einem an ein Tischchen und führt ein Beratungsgespräch. Im Grunde heißt das, dass nach speziellen Problemen oder Eigenschaften des Haars gefragt wird, nach Unverträglichkeiten/Allergien und so weiter. Außerdem erklärt die Mitarbeiterin in dem Zuge, was bei einem Naturfriseur etwas anders ist, als beim konventionellen, damit man sich nicht wundert. Mir waren diese exotischen Anwandlungen (Shampoo verdünnen, Pflanzenhaarfarben,…) nicht neu, aber gut, dass sie es noch mal erklärt hat. Außerdem wird für jede/n KundIn eine Karteikarte angelegt.
Als nächstes hat sie sich vor dem Spiegel erst mal meine Haare angeschaut, um sich ein Bild zu machen. Die Massage vor der Wäsche ist normalerweise eine Bürstenmassage mit der WBB (Wildschweinborsten-Bürste). Die hab ich ja mal ausprobiert und für mich und meine Haare als untauglich empfunden. Darum benutzte sie statt dessen eine Paddle-Bürste mit runden Holznoppen. Erst über Kopf und dann aufrecht sitzend wurde meine Kopfhaut aufs entspannenste gebürstet und massiert. :)
Zur Wäsche ging es dann auf die Waschliege! Eine Art nach hinten kippbarer Liegestuhl mit verstellbarer Nackenstütze, auf dem es sich sehr bequem liegen lässt, während die Haare nicht über einem Waschbecken gewaschen werden, sondern frei nach unten hängen und von oben mit Wasser begossen werden.
Das verdünnte Shampoo (ich hab vergessen zu fragen, was genau sie benutzt hat, aber sie sagte, wegen meiner eher trockenen Längen habe sie ein Joghurt-Molke-Shampoo ausgesucht. Sie arbeiten da, so weit ich sehen konnte zum großen Teil mit Colum Natura und Dr. Hauschka, hatte aber auch noch andere Produkte) wird mit einer Dosierflasche auf die trockene Kopfhaut aufgetragen, leicht aufgeschäumt, einmassiert und ausgespült. Condi für die Längen gab es auch noch.
Ganz so lang, dass der Spitzenschnitt im Stehen hätte passieren müssen, sind meine Haare ja noch nicht. Der Bequemlichkeit halber habe ich aber nicht auf dem normalen Frisierstuhl gesessen sondern auf einem der Rollhocker, der ganz hochgeschraubt wurde, die Friseurin dagegen auf einem, der ganz niedrig eingestellt war.
Vorher hat sie mir im Spiegel und an den Haaren ganz genau gezeigt, wie viel sie abschneiden würde und hat dann, als ich einverstanden war auch nur genau das gestutzt, was abgemacht war.
Ich wurde ganz selbstverständlich gefragt, ob ich die Haare so trocknen lassen möchte, oder föhnen (selbst föhnen oder unter dem Wärmegerät trocknen ist im Preis mit drin). Ich hab sie mit dem kalten Föhn etwas angetrocknet, danach hat sie den Schnitt noch mal kontrolliert und noch eine rausstiezende Strähne gestutzt.

Fazit:
Ambiente: sehr angenehm, Wohlfühlathmosphäre, ohne, dass man sich wie in nem Meditationsraum fühlt.
Erreichbarkeit: vom S-Bahnhof Schönhauser prima zu Fuß erreichbar, barrierefreier Eingang mit Rampe
Angebot: Waschen, Schneiden, Färben mit Pflanzenfarben, außerdem Kosmetikbehandlungen und Massagen
Service: ganz wunderbar. Die Friseurin war sehr nett, man ist auf meine Wünsche eingegangen, hat mir alles genau erklärt. Mit meinen Haaren wurde vorsichtig umgegangen, der Schnitt wurde sehr sorgfältig ausgeführt und mehrmals kontrolliert. Man bekommt Wasser und Tee angeboten, an den Plätzen liegen Fachbücher zum Thema Haare und Haarpflege ;-)
Ergebnis: Sehr schön. Meine Haare sind toll gepflegt und fühlen sich besser an als in den letzten Wochen. Der Schnitt ist genau so wie ich es wollte: nur die Spitzen getrimmt, ganz leichtes U.
Preis: Für Beratung, Bürstenmassage, Waschen auf der Liege inklusive Produkte und Spitzenschnitt mit Selberföhnen habe ich 50€ bezahlt. Das finde ich vollkommen angemessen. Dafür habe ich einen kleinen halben Wellnesstag für den Kopf bekommen. :D

Fazit vom Fazit: definitiv empfehlenswert! :mrgreen:

Berliner Langhaarstammtisch

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Regelmäßig einmal im Monat vollzieht sich in einem Berliner Restaurant ein merkwürdiges Ritual:
Sonntagnachmittags öffnet sich die Tür und herein schneien schnatternd und lachend so 10 bis 15  (bisher nur) Damen, die innerhalb kürzester Zeit den gemütlichen Nebenraum in Beschlag nehmen, Massen von Haarschmuck auf den fix zusammengeschobenen Tischen ausbreiten und anfangen, mit undurchsichtigen Vokabeln wie „Bobby Pin“, „French Pinless“ oder  „LWB“  um sich werfen.

„Oooh! Ist das ne Lotus Jewel Ficcare in Aqua?“ „Kann ich mal die XS-Flexi hier ausprobieren?“ „Bietet jemand was zum Tausch für die Ketylos hier?“
Eine eigenartige Geheimsprache haben diese Langhaars 😉


(Und ihr habt euch gefragt, wofür ich mein Rollutensilo brauche, was?)

Irgendwann muss dann das ganze Haarspielzeug mal kurz zusammengeschoben werden um dem Essen platz zu machen, aber spätestens, wenn der Nachtisch verputzt ist, wird frisiert. Während Passanten noch etwas verdutzt durchs Fenster schauen und sich wundern, hat bestimmt schon die erste zum Live-Lehrgang „Wie wickelt man einen Kelten-knoten“ angesetzt und im Hintergrund wird fleißig geflochten, gekordelt und geduttet.
Ich habe bei den letzten Treffen schon zwei mal tolle Kunstwerke auf den Kopf frisiert bekommen:

Tradition seit dem ersten Treffen: Das Gruppenbild!

Ob vom Winde verweht auf der Brücke… (Ich bin die links von dem Nachwuchs-Langhaar 😉 )

Oder farblich sortiert in Doppelreihe…(Ich 3.v.r. in der oberen Reihe, direkt vor meinem Haarvorbild Luzie)

Irgendwann ist dann auch die letzte Haarnadel wieder eingepackt, frisch frisierte Köpfe verlassen das Resaturant und die „Haarschmuck, den ich unbedingt noch brauche-Liste“ ist noch  mal wieder ein ganzes Stück länger geworden. 🙂