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Hochmittelaltertreffen in Jerichow 2017

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Diese Woche war es wieder so weit:
Zum zweiten Mal fand in Jerichow (Sachsen-Anhalt) das Hochmittelaltertreffen statt.
This week, the second annual „Hochmittelaltertreffen“ (event for groups showing high medieval times) took place in Jerichow monastery.

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Leider mussten wir schon am Dienstag statt wie geplant am Freitag abbauen. Der Wetterdienst sagte Gewitter, Starkregen, Hagel, Sturmböen und andere meteorologische Schweinereien voraus, die wir nicht riskieren wollten. Schon gar nicht mit Baby im Zelt und ohne Möglichkeit, nasse Zelte hinterher vernünftig zu trocknen.
Unfortunately we had to prematurely end the event at tuesday (we planed on staying until friday) because the weather-forecast predicted thunderstorms, hail, heavy rains and other unpleasant things and we did not want to risk soaked tents (with no space to hang them to dry). Especially not with a baby in the camp.

Aber so lange wir da waren, war es sehr schön!
Das Kloster Jerichow ist einfach eine zauberhafte Kulisse und wir hatten wieder tolle Teilnehmer. Leider musste die wundervolle Steffi „Faervelin“ samt Mama und Tochter  aus Krankheitsgründen absagen. Ich hatte mich schon sehr auf ihren Dreimädelshaushalt gefreut!
Olaf von den Roetelincers war auch dieses Jahr wieder dabei und hat sogar seine Schmiede an der Klostermauer aufgebaut.
But it was nice as long as it lasted!
Jerichow Monaster is a beautiful place and we had great participants! We were so sorry to learn, that Steffi „Faervelin“ could not attend. I had looked foreward on meeting her and her mom and daughter!
Olaf from „Roetelincers“ was back and even brought his blacksmith-workshop which he installed next to the monastery wall.

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Zum ersten Mal dabei waren Carsten und Sonja von Creative Genius.
Die beiden stellen Chorherr und Chorfrau des Prämonstratenserordens dar.
Da das Kloster Jerichow ein Prämonstratenserkloster aus dem Hochmittelalter ist, war das für die beiden natürlich ein Heimspiel.
First-timers were Carsten and Sonja from Creative Genius.
They show a pater and sister from the Prämonstratenser-order which is awesome because that is the very order that used to live at Jerichow monastery.

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Für mich war dieses Lager eine Premiere in vielerlei Hinsicht. Zum einen war es das erste Lager mit Baby!
Der Minireenactor ist jetzt ein halbes Jahr alt und hat mit mir und seinem Papa auf einem kuscheligen Bodenlager im Zelt geschlafen.
Wir haben sogar das Experiment versucht, wie zu Hause mit Stoffwindeln zu wickeln, die dann natürlich zwischendurch gewaschen werden müssen.
Das funktioniert zwar, aber wenn man bedenkt, wie viel Zeit und Aufwand es kostet, allein das Wasser zum Waschen warm zu machen, und dann muss man noch Glück mit dem Wetter haben, damit die ganze Geschichte wieder trocknet! Beim nächsten Mal werden wir wohl für die kurze Zeit auf Wegwerfwindeln umsteigen.
For me it was a lot of firsts. It was my first camp wth baby! Mini-Reenactor is now 6 months old and slept snug between mom and dad on a bed of blankets and sheep fur on the ground.
We even tried using cloth diapers as we do at home – which had to be washed of course. It can be done, but considering the efford necessary just to heat the water, we might switch to disposables next time ,-)

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Was sich sehr bewährt hat, war meine zum Stillen umgearbeitete Garderobe. Das tief geschlitzte Unterkleid und darüber das modifizierte Schlupfärmelkleid waren total praktisch und das Stillen völlig unkompliziert!
Something that worked really really nice was my garb modified for nursing. The Underdress with thee deep slit and the modified slip-sleeve-dress worked like a charm and nursing was absolutely no problem.

Außerdem war mein Liebster dieses Jahr zum ersten Mal mit im Mittelalter! Hauptsächlich, weil das fast unsere einzige gemeinsame Urlaubswoche ist, aber ein bisschen gefallen hat es ihm auch, glaube ich 🙂
Zumindest machen wir als Familie eine gute Figur, oder?
Another first: My partner was with me for the first time. Usually this is not our but my hobby, but we don’t have a lot of free time together so he decided to come along.
Looking good, don’t we? 🙂

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Dieses Bild musste ich unbedingt noch machen: Im August 2016 im 5. Monat schwanger und dieses Jahr mit 6 monatigem Baby auf dem Arm.
Wenn das Hochmittelaltertreffen nächstes Jahr wieder in Jerichow stattfindet, mache ich noch eines, auf dem er neben mir steht 😉
Und in 17-18 Jahren dann eins, auf dem ich zu ihm aufschauen muss 😀
I had to take this picture! Left: August 2016 while 5 month pregnant and on the right in August 2017 with 6 months old Baby on my arm.
I might take another one next year with him standing next to me!
And another one in 17-18 years with me havin gto look up to him 😉

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Trotz aller Unbill, Absagen, Krankheitsfälle, unkooperativen Verkehrsmitteln und gruseligen Wettervorhersagen: Jerichow war wie immer sehr sehr schön und hat großen Spaß gemacht!
Despite all cancellings, bad weather, cranky trains and other obstacles: Jerichow was as wonderful as always and great fun!

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Und was trägt die Handmaid obendrauf so drunter? What’s under the veil?

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…nämlich oben auf dem Kopf unter Schleier und Haube?

In einem Kommentar hat Patricia gefragt, was ich denn unter meinen mittelalterlichen Kopfbedeckungen mit meinen Haaren mache.

Mit dem großen A wird es da natürlich wieder schwierig, denn wenn die Kopfbedeckung ihren Zweck erfüllt, bedeckt sie eben den Kopf und man kann bei den Damen auf der Abbildung/der Statue/… nicht erkennen, was sie „drunter“ trägt.
Später ändert sich das zumindest bedingt, als die Schläfenzöpfe in Mode kommen, die unter dem Schleier vorlugen und links und rechts das Gesicht einrahmen.

Aber fürs 13te bleibt wieder mal nur: gut raten, ausprobieren und weiterforschen 😉
I have been asked what I do with my (rather long) hari underneath my medieval headwear.

It is difficult to say what women of the 13thcentury actually wore theyr hair like. Since it is the purpose of a bonnet, veil or headscarf, to cover the hair, you wont see the hairdo under it on a picture/illumination/statuette…
In later centuries when fashion allows braids to frame the face on either side it is easier to reconstruct the haristyles, but for 13th century th motto remains: make an aducated guess, try around and keep on researching 😉

 1. Variante: Haarnetz
Ziemlich einfach ist es beim Haarnetz: da bleiben die Haare einfach offen. Die Herausforderung ist hier, bei kürzeren Haaren genug Volumen hinzukriegen und bei längerem Haar, die ganze Pracht da rein gestopft zu bekommen.
Damit das Gewicht der Haare das Netz nicht sofort herunter zieht, setze ich es beim Anlegen sehr weit vorne an, beuge den Kopf vor und stopfe die lose zusammengerollten Haare drunter.

Style 1: Hairnet
This is an easy one. No hairdo what so ever, just putting it in the net.
The challange here is to create enough volume, if your hair is short and to tuck all of it into the net if it is long and/or thick.
To prevent my hair’s weight from pulling the net into the nape of my neck, I start with the rim close to the eyebrows, bend my head foreward and tuck all the hair into the net.

Die Zwischenschritte sehen dann gerne mal etwas dämlich aus:
You might end up looking a bit silly mid-process 😉
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Dann binde ich es fest zu und schüttle vorsichtig den Kopf, damit sich die Haare im Netz verteilen. Diese Frisur muss definitiv ein bisschen „reifen“. In den ersten 5-10 Minuten hängt die Haarwulst eventuell noch etwas schief drin, aber das verteilt sich beim Tragen und sieht dann eher so aus:
I then tie the net and gently shake my head to make the hair fall in place. This style needs a moment to settle. In the first few minutes it might be a bit crooked, but usually it will even out after 5-10 minutes und look somewhat like this:
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2. Variante: gebundene Zopfkrone
Das ist die Frisur, die ich eigentlich immer wähle, wenn ich kein Haarnetz trage.
Style number 2: tied-up braids
This is my go-to hairstyle whenever I don’t wear a hairnet.

Vorteile:
– hält prima, kann jederzeit „nachgespannt“ werden
– alle Haare sind aus dem Weg, nichts kann irgendwo rauszipfeln
– wer französisch flechten kann, kann damit ggf auch einen Pony mit aus dem Sichtfeld schaffen.
– kommt ohne moderne Haargummis, Nadeln oder Spangen aus
– bietet eine Basis, an der Schleier etc direkt festgesteckt werden können.
– kann als Nachtfrisur einfach nach hinten gestreift werden, sind dann halt zwei Nachtzöpfe. Am nächsten Tag lassen sie sich wieder aufbinden. Sieht ja keiner, dass sie jetzt etwas zerfranst sind 😉

Pro’s:
– very durable can be easily adjusted
– all hair out of the way. No loose ends
– if you know how to french-braid, this is a good style to hide bangs
– no modern elastics, pins or ties necessary
– builds a base to which veils etc. can be pinned directly
– for the night just slide them off your head to the back and you have two simple braids for the night. The next day just re-tie them. No one will see if the are a bit ruffled under the headdress 😉

Nachteile:
– nicht wirklich belegt. Dreisträhnige einfache Zöpfe waren bekannt, da gibt es viele Bildnachweise, aber diese Konstruktion ist von mir
– erst ab einer gewissen Haarlänge geeignet, dann aber mit längeren Bändern ziemlich an jede Länge anpassbar
– man sollte zumindest englisch, besser noch französisch flechten können 😉

con’s:
– not proven to be period. simple three-strand-braids existed, there is plent of pictures. Put this particular style is made up by me.
– you need a certain minimum in hair-lenghth but then it is easy to adjust to any lenghth only by using longer or shorter ribbons.
– skills needed: braiding with 3 strands, even better if you know how to french braid.

Und so gehts!
(entschuldigt die teils unscharfen Bilder, ich übe noch mit dem Selbstauslöser und wollte nicht alles noch mal machen *seufz*)

Ihr braucht: Kamm/Bürste, zwei Wollbänder, Kordeln oder ähnliches. Länge müsst ihr ausrpobieren, das hängt von eurer Haarlänge ab.
Ich verwende schmale Streifen aus Wollstoff (die abgeschnittene Nahtzugabe von meinem roten Kleid), die sind etwa 1,20m lang.

How it is done!
(sorry for the somewhat blurry pictures. I am not yet friends with the new camera’s self-timer and didn’t want to do it all over again *sigh*)

You will need: comb/brush, two ribbons, cords or the like. The lenghth depends on the lenghth of your hair. You will have to try out what works for you. I use the trimmed seam-allowance from my red dress. It’s aproximately 120cm long.

  1. Haare in der Mitte scheiteln und kämmen oder bürsten
    Part hair in the middle, comb or brush to de-tangle.
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2. jede Seite zu einem Zopf flechten (ich flechte französisch, also fast vom Scheitel an.) Nicht ganz bis runter flechten.
Braid each side.  I do a french braid so I start close to the crown of my head.)
Do not braid all the way down.

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3. Das Band doppelt nehmen, um die mittlere Strähne legen und dann zu den Haaren einer der äußeren Strähnen dazunehmen.
Zuende flechten und zuknoten.
Fold the ribbon in half, put around the middle strand and add it to the hair on one of the outer strands.
braid to the end and tie a knot.

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4. Den zweiten Zopf genauso flechten. (Ignoriert die Schleifchen, ich hatte ganz vergessen, dass ich die Bandenden ja zum zuknoten brauche. Löchriges Schwangerschaftshirn 😉  Ihr macht also nur einen normalen Knoten!)
Do the same on the other side. (Please ignore the bows. I forgot that I will need the long ends to tie the braids in the end. Blame it on the pregnancy-/Baby-brain 😉 Just tie a simple knot.
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5. Jetzt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die hängen von eurer Haarlänge ab und davon, was bei euch besser sitzt.
Ich kreuze die Zöpfe zuerst im Nacken, dann auf der Stirn und binde sie dann im Nacken zu.
Ihr könnt sie aber auch erst vorne kreuzen und dann hinten binden oder hinten kreuzen und auf der Stirn binden,…was immer für euch funktioniert.
Bei mir sieht es so aus:
The next step depends on the length of your hair and what feels better for you.
I first cross the braids in the nape, thencross them again on the forehead an d tie them in the nape.
You can just as well bring them to the forehead first, cross them there and tie them in the neck or cross in the back and tie on the forehead…try out what works for you.
This is what I do:

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Tadaaa!

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Daran kann jetzt zum Beispiel ein Schleier direkt festgesteckt werden…
You could now pin a vail directly to the braids…

Oder eine Haube, ein Haarsack, Tuch oder sonst was drauf gebunden.
Or wear your bonnet, cap, scarf, you name it,… on top.
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Was tragt ihr im Mittelalter so „oben drunter“? Ich freue mich auf eure Kommentare! 😀
What do you wear „underneath“ on the top? Feel free to leave a comment!

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Lady in red…

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…ist zwar keine wirkliche Lady, sondern die Magd eines Adligen im Sonntagsstaat, aber schön ist mein neues rotes Kleid trotzdem! 🙂
…is not actually a Lady but a nobleman’s maidservant in her sunday best, but still my new red dress is soooo beautiful!

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Vor über einem Jahr habe ich das Rauchen aufgegeben! Eine App, die ich mir zur Unterstützung besorgt hatte, hat mir genau ausgerechnet, wieviel Geld ich seit dem gespart habe. Eine ganze Menge O.O
Darum habe ich beschlossen, mir zur Feier von einem Jahr Rauchfreiheit etwas besonderes zu gönnen und habe Stoff für eine neue Cotte bestellt.
More than a year ago I quit smoking! FOr support I downloaded an app which added up exactly how much mone I was saving by not spending it on cigarettes. Which was a lot O.O
So I decided to give myself a treat for one smokefree year and ordered fabric for a new cotta.

Kein Arbeitskleid, sondern eins „für gut“. So wie meine blaue Cotte, aber aus wärmerem Stoff, so dass ich sie auch auf den Veranstaltungen im Frühjahr oder Herbst tragen kann, ohne zu frieren.
Also keine Schlupfärmel, sondern modisch enge Ärmel, aber oben so weit, dass ich mich noch bewegen kann. Und in einer schönen kräftigen Farbe. keine ganz teure Doppelfärbung, das wäre nicht standesgemäß, die Wahl fiel schließlich auf ein richtig kräftiges Krapprot!
Not a working-day dress this time, but for sundays or special occasions. Just like my blue cotta, but made from warmer cloth so I cuold wear it on spring or autumn-events without getting cold.
No workdress, so no slip-out-of-sleeves but chic narrow ones. And a nice bright colour. Not too fancy -still a working class girl-, I decided for a really strong madder-dye.

Farbe
Färberin meines Vertrauens ist Manuela von Ovicula. Sie hat es geschafft, die weiche angeraute Woll-Leinwand, die bei ihr unter dem passenden Handelnamen „Flauschi“ läuft in ein -sorry- richtig geiles Orangerot zu tauchen. Nicht karottig, sondern…Curryketchuprot. Mit einem goldenen Unterton, der in der Sonne richtig leuchtet! Eine wundervolle Farbe!
Colour
My favourite dyer is Manuela from Ovicula. She gave this plain-weave wool she sells as „Flauschi“ –> „Fluffy“ an astonishing bright orange-red-dye. Not carrot-like orange but like curryketchup, with a golden tone to it that really shines in the sun. I live the colour!

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Work in Progress

Schnitt
Der Schnitt der Cotte ist im Grunde der gleiche wie bei meinen anderen Kleidern auch: gerade Voerder- und Rückenbahn mit leichten Ärmelausschnitten vorne, Seitengehren ab Taille, halsnaher runder Ausschnitt mit kleinem Schlitz.
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The pattern is basically the same as for all my cottas. straight front and back panels, side gores each as wide as one  panel. Neck with a little slit.

Ärmel
Neu sind allerdings die Ärmel. Schlupfärmel wie bei meinem grünen Kleid schneide ich fast rechteckig zu. Sie werden nur Richtung Handgelenk etwas enger, aber sie sind im ganzen so weit, dass ich ohne Probleme rein und raus komme.
Bei meiner blauen Cotte habe ich die Ärmel enger gemacht und quadratische Unterarmzwickel eingesetzt, um mehr Bewegungsfreiheit zu bekommen.
Auf Abbildungen des 13. Jahrhunderts sieht man allerdings häufig, dass die Ärmel bis zum Ellenbogen ziemlich eng sind und dann recht schnell recht weit werden.
Sleeves
The sleeves are new. For Sleeves that you can slip out of like on my green dress I cut the sleeves nearly rectangular. Just a little more narrow towards the wrist. But I still make them quite wie, as I need some space to put them off an on.
On my blue cotta I used square gossets to give the narrow sleeves more room under the arm.
Pictures from 13th century often show Sleeves that are very tight up to the elbow and the get quite wide.

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Maciejowski Bibel, Beispiel für die Ärmel

Wie man diesen Effekt erzielt, zeigen Funde von erhaltenen Kleidern, wie zum Beispiel das so genannte ‚Bußkleid der heiligen Elisabeth‘ oder das ‚Kleid der heiligen Klara‘. Diese Kleider haben schmale dreieckige Keile auf der Rückseite der Ärmel.
This eefect is achieved by narrow triangular gassets on the backside of the sleeve as we can find on found textiles like the so calles „dress of st. Elisabeth“ (of Thuringia) or the „dress of st. Clare“.

Ich habe aus billigem Baumwollstoff ein Nesselmodell angefertigt, dass ich an die Ärmellöcher geheftet habe und so lange verändert, bis ich die gewünschte Optik und die ausreichende Bewegungsfreiheit hatte.
So I made a model from cheap cotton and tried around untl the sleeve fit and looked like on the pictures

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Gestern habe ich die Cotte fertig gestellt und weil das Wetter so herrlich sonnig war, habe ich den Liebsten überreden können, ein kleines Fotoshooting im Park abzuhalten. Fazit: Es ist wirklich ein Winterkleid *puh* schön warm das Ding 😉
Aber vor allem traumhaft schön, aber seht selbst:
I finished the Cotte yesterday and with the weather being so lovely I convinced my better half to go out in the park for a little foto-shoot:
I learned: this is really a winter-dress! *phew* that was warm.
But above all it is beautiful, look for youselves:

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Die sonnengelben Strümpfe und Knieriem-Schuhe passen hervorragend dazu!

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Sonniges SaisonStart-StrümpfeStopfen

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Gestern zeigte sich das Wetter von seiner ganz frühlingshaften Seite und so habe ich mich mit einer Flickarbeit auf den Balkon gesetzt und die Nase in die Sonne gehalten.

Zu flicken gab es meine gelben Strümpfe. Die Nähte halten nicht besonders gut, ich muss meine Entscheidung von damals, eine Blindnaht mit zu beiden Seiten aufgeklappten Nahtzugaben zu verwenden, echt hinterfragen; aber das ist einen eigenen Blogpost wert.

Yesterday’s weather was lovely warm and sunny and so I decided to take my needlework out on the balcony and enjoy the first rays of sunshine.

It was my yellow stockings which needed mending. The seams break very easily, I really have to reconsider my decision in choosing the stiches. When I sew the stockings/hose I double-folded the seam-allowence to each side. This doesn’t really work well but Choice of seams and stiches is a whole other blog post!

 

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Jedenfalls hatten meine armen Strümpfe schon nach einem Wochenende in Düppel schon wieder einige aufgegangene Nähte. Statt jedes mal wieder Loch für Loch zu flicken, habe ich mich dafür entschieden, die gesamten Nähte noch ein mal mit einer Art Überwendlichnaht zu verstärken. Verwendet habe ich diesmal nicht Kettfäden aus dem Stoff sondern einfach gezwirntes* Wollgarn, gefärbt mit Färberkamille.

My poor hose had some holes in the seams after just one weekend in Düppel open-air museum. Instead of mending holes again and again I decided to enforce the seams with stiches with another thread. For sewing I used warp-threads from the fabric I used to sew the stockings. Now I split up 6-ply sockyarn (dyed with chamomille) and used two of the single threads to mend my seams.

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Bei der Gelegenheit fiel mir auf, wie sehr der Stoff besonders am Fußteil schon ausgeblichen war. Ich dachte erst, dass die Farbe sich durch Feuchtigkeit/Schweiß gelöst hätte, aber dann fiel mir auf, dass auch die Oberseite und die Nähte genau an den Stellen weiß werden, wo der Strumpf mit dem Schuh in Kontakt ist und Reibung ausgesetzt ist.

While working on the stockings I realized, how badly the colour had faded at the foot-part. At first I thought it was the sweat reacting with the dye but then I saw that it had also faded on the upside of the stocking and everywhere where sock and shoe rub against each other.

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Somit habe ich also gleich noch einen experimentalarchäologischen Erkenntnisgewinn gehabt: Resedafärbung auf leinwandbindiger Wolle bleicht duch Reibung aus. 😉
So I learned: reseda-dyed woolen cloth tends to fade through rubbing!

Aber bleich oder nicht: die Strümpfe sind wieder einsatzfähig und werden jetzt frisch verstärkt hoffentlich eine ganze Saison halten!

But faded or not, my stockings are yet again fit for use and will hopefully endure the next season.

 

 

*tatsächlich war es 6-fach Sockengarn (industriell gesponnen), das ich zwei mal aufspleiße. Je zwei Einzelfäden werden zusammen zu einem Nähfaden. Genauso bin ich auch beim Besticken meiner Nadelrolle vorgegangen.
Als sich die Kapuze meiner Cappa löste, habe ich zum reparieren drei Einzelfäden benutzt, weil das Material so dick ist und ich mehr Reißfestigkeit brauchte.

Porridge des Tages: Earl Grey

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Für den Earl Grey-Porridge habe ich zwei Beutel Tee in der Mandelmilch köcheln lassen, bevor ich den Hafer eingerührt habe.
Dazu süße blaue Trauben und Zartbitter-Schoko-Tropfen

For the Earl-Grey Porridge I simmered two tea bags in the almond milk before adding the oats.
Topped with blue grapes and dark chocolate chips

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