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Likör selber machen „Schnaps, das war ihr letztes Wort…“

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…dann trugen sie die Englein fort…“

Naja, ganz so schlimm wird es nicht werden, aber sie haben es schon ein bisschen in sich, die selbst gemachten Liköre an denn ich mich seit einiger Zeit versuche 😉
Ich nutze dabei zwei

 

Grundsätzliche Methoden


Aufgesetzer„: Früchte werden mit Zucker und evtl Gewürzen in hochprozentigen Alkohohl eingelegt, mehrere Wochen stehen gelassen und dann abgeseiht und in Flaschen gefüllt.

benötigt werden:

– Früchte, Nüsse,Blüten,…was ihr eben „verschnapsen“ wollt
– Zucker – je nach Rezept weißen oder braunen, Kandis oder Haushaltszucker. Funktionieren tun sie alle. Probiert ruhig verschiedenes aus.
– hochprozentigen Alkohol. Ich verwende je nach Frucht zum Beispiel Whisky, Rum, Wodka, Gin oder Korn
– große Einmach- oder Schraubgläser. mit mindestens 1,5l Fassungsvermögen. Besser 2l
– ein neuer Feinstrumpf oder ein Geschirrhandtuch

und so geht’s:

  • Früchte waschen und eventuell entstielen/entkernen, klein schneiden, braune Stellen dabei entfernen
  • Früchte und Zucker in das gespülte Glas schichten
  • mit Alkohol aufgießen. Das Obst muss deutlich vom Schnaps bedeckt sein
    — warten 😉 in den ersten Tagen zwischendurch ab und zu vorsichtig schütteln, damit sich der Zucker auflöst —
  • Zuerst die Früchte in ein Sieb abgießen, dabei logischerweise die Flüssigkeit auffangen. Einige dieser „beschwipsten Früchte“ kann man noch zu Eis vernaschen, im Kuchen o.ä. Aber aufpassen: die haben es jetzt echt in sich!
  • Wenn der Likör jetzt noch trüb ist oder Schwebstoffe enthält, kann er noch in verschiedenen Stufen gefiltert werden. Eventuell reicht ein feineres Sieb, ich habe aber auch gute Erfahrungen gemacht mit einem Feinstrumpf, den ich über ein kleines Metallsieb gezogen habe. Damit bekommt man die meisten Liköre schön klar.
  • in heiß gespülte Flaschen füllen. Fertig! 🙂
  • Je nach Zucker- und Flüssigkeitsgehalt der Mischung kann das Ergebnis sehr stark ausfallen. In dem Fall kann der Aufgesetzte noch mit Zuckersirup verdünnt werden. Dazu Wasser und Zucker 1:1 aufkochen bis der Zucker aufgelöst ist, abkühlen lassen und mit dem Aufgesetzten mischen, bis er schmeckt!

Likör auf Sirupbasis: Aus den Früchten/Blüten… wird zunächst ein Sirup gekocht, der dann mit Schnaps vermischt wird. Diese Liköre sind sofort bereit, genossen zu werden, halten sich dafür aber nicht so lange.

benötigt werden:

– Früchte, Blüten,…
– Zucker
– Wasser
– je nach Rezept evtl Zitronensaft

und so geht’s:

  • aus den Früchten oder Blüten die Vorstufe zum Sirup herstellen. Das kann sich von der Vorgehensweise unterscheiden. Man kann die Pflanzenteile in heißem oder kaltem Wasser ziehen lassen, Früchte und Beeren heiß oder kalt entsaften, …das hängt davon ab, was ihr verarbeiten wollt.
  • die Flüssigkeit mit dem Zucker erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist. Das Mischungsverhältnis ist dabei ein bisschen davon abhängig, um welche Flüssigkeit es sich handelt. Süßer, schon leicht dicker Beerensaft braucht weniger Zucker als Wasser, in dem Holunderblüten gezogen haben. Eine Faustregel kann ein Mischungsverhältnis von ungefähr 1:1 also ein Kilo Zucker auf einen Liter Wasser sein. Am besten langsam herantasten. Da wir den Sirup hinterher mit ziemlich starkem Alkohol vermischen darf er Sirup ruhig ziemlich dick sein, aber nicht so süß, dass man nur noch Zucker schmeckt.
  • Den abgekühlten Sirup mit Schnaps mischen. Bei meinem ziemlich süßen Rhabarbersirup habe ich eine Mischung von drei Teilen Sirup auf einen Teil Wodka hergestellt, aber auch hier: Geschmackssache.

 


 

 

Beispielrezepte für verschiedene Liköre

Ein Wort zu den Mengenangaben: meine Mengenangaben sind teilweise nur grobe Schätzungen. Da mein „Rohmaterial“ oft aus Wildsammlungen stammt, sind das keine runden Zahlen sondern zum Beispiel 570g Kornelkirschen oder so 😉 Natürlich wird das ganze auch mit 600g oder 534g funktionieren.
Wichtige Faustregel: Die Früchte müssen komplett vom Alkohol bedeckt sein. Mehr Früchte macht mehr Geschmack und auch mehr Süße.

Aufgesetzte Liköre:

Brommbeer-Whisky-Likör

Enstanden ist die Idee, überhaupt Liköre aufzusetzen ein bisschen aus der Not heraus: wir sind so gar keine Marmeladenesser in diesem Haushalt. Die traditionelle Methode, größere Obsternten zu verarbeiten fällt also schon mal flach. Da ich aber bei Schwiegeroma eimerweise herrliche Brombeeren geerntet hatte und nicht wusste, wohin damit, habe ich mich an ein wundervolles Rezept von Shermin vom Magischen Kessel erinnert und kurzerhand Brombeer-Whisky-Likör angesetzt.

Sehr sehr köstlich, kann man nicht anders sagen. Die dunkle Süße der Brombeeren passt ganz hervorragend zum Whisk(e)y. Ich habe bei meinem Versuch den Kardamom weg gelassen und dafür eine Vanilleschote mit rein geworfen. Wirklich lecker!

Mirabellen-Gin-Likör

  
Bei der Brombeerernte kam auch noch ein Eimer zuckersüßer und megareifer Mirabellen in meinen Besitz. Mangels besserer Ideen und weil das mit den Brombeeren so prima geklappt hatte, landeten auch diese mit einer Flasche hochprozentigem im Einmachglas. Diesmal allerdings nicht in Whisky sondern in Gin.
Da die gelben Früchtchen wirklich sehr reif waren, habe ich auf den Zusatz von Zucker verzichtet und nur die Früchte in den Gin geworfen. Hat funktioniert!
– 1l Gin
– ca 1kg Mirabellen
– eventuell Zucker (um die 50-100g)
Mirabellen waschen, wenn gewünscht entsteinen (ist nicht nötig. ich habe beides schon probiert und leckere Ergebnisse erhalten) in ein gespültes großes Deckelglas geben und mit Gin auffüllen.
ca 14 Tage ziehen lassen.

Pfirsich-Melba-Likör

  


Wohl dem, der Freunde mit Garten hat. Noch wohler dem, der Freunde mit Garten und 5 picke-packe voll sitzenden Pfirsischbäumen hat!
Dank der diesjährigen „Pfirsichschwemme“ habe ich verschiedene Mischungen für Pfirsichlikör ansetzen können. Unter anderem Pfirsich Melba mit Himbeeren.
– Pfirsiche
– Himbeeren (ich habe tiefgefrorene genommen)
– 100g Zucker
– 0,7l Weizenkorn
Pfirsiche waschen und entsteinen. Ich habe sie nicht geschält, weil ich weißfleischige Pfirsiche hatte und etwas Farbe aus der Schale haben wollte. Außerdem kommen die Früchte aus dem Garten von Bekannten und sind garantiert ungespritzt.
Himbeeren, Zucker und Pfirsichstücke in das Glas schichten, mit Korn aufgießen.

Kornelkirsch-Likör

  


Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal Kornelkirschen verarbeitet. Die leuchtend roten Früchtchen reifen im August und sind für Marmeladen, Kompotts etc. wohl mühselig zu verarbeiten, weil sie sich nur ungerne von ihrem Kern trennen wollen.
Na dann sparen wir uns das Entkernen doch und lassen sie in Hochprozentigem baden!
600g Kornelkirschen
150g weißer Zucker
700ml weißer Rum
– Kornelkirschen waschen, entstielen und mit dem Zucker in ein großes Deckelglas schichten. Mit Rum auffüllen.
– in den ersten Tagen täglich vorsichtig schütteln um den Zucker aufzulösen
– Wie lange ziehen? Mein erster Ansatz ist vom 22.8.2014 und steht logischerweise noch. Ich habe gelesen, dass viele Kornelkirschlikör sehr lange stehen lassen, teilweise bis in die Weihnachtszeit. Ich werde mal schauen, wann ich meinen abgieße.

Glaskirschen-Likör

  


Bei mir um die Ecke steht ein verwilderter Kirschbaum, der im Juni/Juli leuchten gelbrote Früchte trägt. Glaskirschen sind eine der frühesten Kirschensorten und eine Unterart der Sauerkirschen. Zum roh Naschen sind sie deutlich zu herb, aber im Gelee oder als Likör machen sie sich prima
1 Kilo Glaskirschen
150g weißer Haushaltszucker
1 l Wodka
– Die Kirschen waschen und verlesen (angeditschte machen den Likör braun), Steine können drin blieben
– mit dem Zucker und dem Wodka ins Glas füllen
– nach 2-3 Wochen abgießen.
Bei mir hat der Likör erst in den letzten Tagen Farbe gekriegt. Vorher war er recht blass gelblich, dann quasi über Nacht kräftig orange. Dadurch, dass die Steine mit ziehen, bekommt der Likör eine leckere Bittermandel-/Marzipannote. Einige geben auch noch zusätzlich mit dem Hammer zertrümmerte Kirschsteine dazu, das fand ich aber nicht notwendig.

 

Liköre auf Sirupbasis

Holunderblüten-Likör

 

Darüber gab es bei mir hier im Blog schon einen Artikel: Holunderblütensirup und -likör.

etwa 10 Holunderblütendolden
1l kaltes Wasser
1kg Zucker
1 Zitrone

– Blüten mit einem Liter Wasser pro zehn Dolden (pi mal Daumen, die sind ja unterschiedlich riesig)  kalt ansetzen. Also Blüten in ein Gefäß, Wasser drauf, abdecken, fertig. Man kann die grünen Stiele dran lassen, ich habe sie abgemacht, weil ich Angst hatte, dass der Sud bitter wird.
–  24 Stunden stehen lassen. (Aus planungstechnischen Gründen stand meiner fast zwei Tage, das geht auch. Viel länger sollte man aber nicht warten, da die Mischung schnell anfängt zu schimmeln.)
– Blüten abseihen. Das geht am einfachsten durch ein Sieb in dem ein Küchenhandtuch liegt.
– Das Wasser mit etwa einem Kilo Zucker und dem Saft einer halben Zitrone pro Liter Wasser zum Kochen bringen, dann die Hitze runterdrehen und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis sich der ganze Zucker gelöst hat.
– Im Verhältnis 2 Teile Sirup auf 1 Teil Wodka mischen

Rhabarber-Vanille-Likör

 

ca 1kg frischer Rhabarber
1 Vanillestange
500 mlWasser
Zucker
Wodka

– Rhabarber waschen, in kleine Stücke schneiden und mit der Vanilleschote und dem Wasser aufkochen.
– wenn der Rhabarber
weich ist, den Saft durch ein Sieb abgießen (das ist eine Riesen-Sauerei, weil die Fädchen vom Rhabarber sich wirklich überall festsetzen. Wenn ich eine schlauere Methode gefunden habe, melde ich mich.)
– den Saft mit dem Zucker aufkochen und köcheln lassen, bis der Zucker aufgelöst ist.

– im Verhältnis 3:1 mit Wodka mischen

Avocado-Haarkur selbst gemacht

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Im Langhaarnetzwerk wird immer mal wieder über das perfekte Rezept für eine Avocado-Haarkur diskutiert. Versprochen wird sich von der grünen Pampe hauptsächlich Feuchtigkeit, die gepflegtes weiches Haar und vor allem einen hammermäßigen Glanz produzieren soll.
Das musste ich natürlich auch gleich mal ausprobieren und habe mich für folgendes Rezept entschieden:

Rezept:

– 1 reife Avocado (Hass)
– 1EL Traubenkernöl
– 1 knapper EL Kokosöl
– 1 großer EL Rosenwasser (von Rose of Bulgaria)
– in den Mixer und fein püriert
  

Anwendung:

– Haare mit Wasser aus der Blumenspritze angesprüht, bis sie gut feucht aber nicht wirklich nass waren
– Avocado-Pampe (schön giftgrün ^^ ) hauptsächlich in die Längen und Spitzen, etwas weniger auch auf die Ansätze/Kopfhaut gepanscht. Geht gut, die Kur hat eine Mayo-artige Konsistenz, so dass da nichts tropft
– geduttet (mit Ed-Stick aus Acryl), Frischhaltefolie drüber und zum warmhalten noch ein Tuch drum gewickelt
– 1 Stunde einwirken lassen
– ausgewaschen mit verdünntem Babylove Shampoo (Ansätze) und Lavera Rose-Condi (Längen)
– danach kalte leicht saure Eissigwasser-Rinse
– Luftgetrocknet.

Ergebnis:
 Die Pflegewirkung ist toll! Meine Haare sind saftig, weich und glatt. Als sie gerade so getrocknet waren, waren sie etwas fluffiger, als ich es gerne mag (ich hab gerne diese kühle Schwere), aber das gab sich nach dem Kämmen. Meine Spitzen hätten vielleicht noch einen Tick mehr Pflege gerne gehabt. Da werde ich wohl noch bisschen Creme oder BWS rein geben. Aber die Kopfhaut ist ruhig, die Ansätze sauber und die Längen kühl, glatt und saftig.
Der Glanz braucht genau wie die Pflegewirkung ein bisschen um richtig zur Geltung zu kommen. Unmittelbar nach dem Trocken war ich etwas…unterwältigt, wenn ich ehrlich bin. Aber am nächsten Tag dafür um so begeisterter!

Fazit:
Eine tolle Kur, hervorragend als pre-wash geeignet. Die Herstellung ist verhältnismäßig wenig aufwändig, die Handhabung simpel und der Matschfaktor gering, weil die Konsistenz so cremig ist, dass man nicht alles volldröbbelt, bis man sich in Folie verpackt hat.
Das wird auf jeden Fall wiederholt!

gesunde Frühstücksmuffins

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Ich war auf der Suche nach einem fett- und zuckerarmen Frühstück, das schnell geht, und das ich auf Vorrat da haben kann, wenn ich mal wieder spät dran bin und das übliche gesunde Frühstück nicht drin ist, weil ich keine Zeit habe, Obst fürs Müsli zu schnibbeln oder kein Joghurt im Haus ist.

Herausgekommen sind diese Frühstücksmuffins!

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Zutaten

  • 1 Ei
  • 150g Joghurt (3,8% Fett)
  • 2 EL Apfelmus
  • 100g Vollkornmehl
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 40g gehackte Nüsse
  • 100g gefrorene Waldbeeren
  • 1 EL Honig

so gehts:

  • Ei, Joghurt und Apfelmus vermischen
  • Die Nüsse hacken. Ich habe eine fertige Nussmischung aus Mandeln, Cashewkernen und Haselnüssen genommen, man kann aber auch alle anderen Nüsse verwenden.
  • Mehl, Nüsse, Backpulver, Natron, Salz vermischen und unter die Ei-Mischung heben
  • Wie immer bei Muffins gilt: nicht zu dolle rühren, sonst werden sie zäh. Erst alle flüssigen Zutaten vermischen, dann alle trockenen und dann die trockenen in die flüssigen Zutaten einarbeiten bis sie gerade so vermischt sind.
  • Beeren hinzugeben (ruhig noch gefroren), nach Geschmack mit Honig süßen. Ich habe einen Esslöffel Honig genommen, denke aber im Nachgang, dass es auch etwas weniger sein könnte. Probiert aus, was euch am besten schmeckt!
  • In eine Silikonmuffinform füllen und bei etwa 160° etwa 20 Minuten backen.
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Tut euch selbst einen Gefallen und nehmt wirklich Silikonformen. Dadurch, dass fast kein Fett in den Muffins ist, kleben die ganz entsetzlich an Papierförmchen.
Die Backzeit und -temperatur sind nur eine grobe Schätzung, da ich einen völlig unberechenbaren Gasofen habe, der keine verlässlichen Daten liefert 😉 Die Angabe ist aus einem Rezept für Vollkornmuffins.
Die Muffins lassen sich auch prima einfrieren und in der Mikrowelle auftauen. Ich hab die gefrorenen Muffins bei hoher Wattzahl etwa 2 Minuten gewellt, dann waren sie aufgetaut und warm 🙂
Nährwert pro Portion:
89 kcal
4,9g Fett
6,3g Kohlehydrate
3,1 g Protein
(berechnet bei www.fddb.de)

 

Honig-Ei-Shampoo – Rezept und Tipps

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Wie bereits erwähnt bin ich ja dabei, meine Haare wieder lang (laaaaaaang) wachsen zu lassen. Tatkräftige Unterstützung, Tipps Tricks und unzählige superschöne Haarvorbilder finde ich dabei im Langhaarnetzwerk. (Dort bin ich als „Louet“ unterwegs).
Aus dem Langhaarnetzwerk -oder wie wir Insider es supercool abkürzen: LHN- habe ich auch die Idee, die Haare nicht mehr mit herkömmlichem Shampoo zu waschen sondern mit selbst angerührtem Honig-Ei-Shampoo.

Das Rezept ist super simpel:

  • 1 Ei
  • 1 EL Honig
  • 3EL Zitronensaft

Das Ei und den Honig mit einem Stabmixer durchmixen, dann nach und nach den Zitronensaft dazu. Der Stabmixer ist wichtig! Weiter unten steht, warum.

Ich habe gute Erfahrungen mit einer kleinen Plastikflasche gemacht, die eigentlich für das Abfüllen von Kosmetika gedacht sind, damit man sie mit ins Flugzeug nehmen kann (gibt es zum Beispiel bei dm). Die oben beschriebene Rezeptur passt da genau rein und durch den Dosierverschluss kann man die Eierpampe ganz gut auf dem Kopf verteilen. Ein Trichter hilft beim Umschütten


Anwendung:
Die Ei-Mischung wird wie ein ganz normales Shampoo verwendet. Im Langhaarnetzwerk wird teilweise empfohlen, es einige Minuten einwirken zu lassen, das ist nach meiner Erfahrung aber nicht nötig. Da das Honig-Ei-Shampoo nicht schäumt, ist es erstmal ein bisschen gewöhnungsbedürftig und man braucht eine Weile, bis man merkt, ob man es überall verteilt hat. Da hilft besagte Dosierflasche.

Wassertemperatur:
Viele waschen mit Honig-Ei-Shampoo nur mit kaltem oder maximal lauwarmem Wasser aus Angst, dass das Ei stockt und man nachher Rührei auf dem Kopf hat (örks). Tatsächlich ist das nicht notwendig. Eiweiß denaturiert erst bei Temperaturen, mit denen zumindest ich mir eh nicht mehr den Kopf waschen würde, nämlich bei etwa 60°C, Eigelb sogar erst ab etwa 80°C.
Es gibt Berichte, dass sich AnwenderInnen trotzdem hinterher Eireste aus den Haaren pulen mussten, das liegt aber nicht an der Temperatur sondern an den feinen Häutchen, die das Eigelb umgeben und den Hagelschnüren. Wenn man keinen Pürrierstab verwendet, sondern das Ei nur mit einer Gabel verquirlt, bleiben diese weitestgehend erhalten und können sich dann eben im Haar festsetzen.
Im LHN (wir erinnern uns: die megacoole Abkürzung) gibt es dazu einen tollen Thread von einer Nutzerin, die das mal ganz wissenschaftlich angegangen ist. (Ich weiß nicht, ob der Link ins Leere führt, wenn man dort nicht angemeldet ist. Wenn dem so ist, bitte einfach einen Kommentar hinterlassen, dann bitte ich um Erlaubnis, Auszüge hier einstellen zu dürfen)

Aufwand:
Natürlich dauern die Vorbereitungen für eine Haarwäsche mit frisch angerührtem Shampoo etwas länger. Dieses Rezept ist also eher nicht für die zu empfehlen, die morgens noch halbwach unter die Dusche hüpfen und da fix Haare waschen wollen. Wer so wie ich gemütlich am Samstagvormittag wäscht, für den sind das nur ein paar Minuten mit tollem Ergebnis!

Geruch:
Tja, hier scheiden sich die Geister…Ob es an der Eier-Sorte liegt, an persönlicher Veranlagung oder an Sonnenflecken: bei einigen muffelt HES, bei anderen nicht. Bei mir ist es so, dass die Haare beim Waschen ganz leicht nach Kuchenteig duften (Honig und Ei eben 😉 ) und nach dem Trocknen eigentlich nach gar nichts mehr.
Andere berichten von Dufterlebnissen à la „nasser Hund“ 😦
Wahrscheinlich hilft nur Ausprobieren. Wer seine Chancen etwas verbessern möchte, kann mal meine duftende Kräuter-Rinse ausprobieren:

  • duftende Kräuter, z. Bsp. Salbei und Lavendel (gibt es als Teebeutel bei den Medizintees in der Drogerie)
  • 1,5l kaltes Wasser
  • wer mag: etwas Rosenwasser

mit den Teebeuteln/Kräutern/… einen starken Tee brühen und mit dem kalten Wasser aufgießen, ggf. Rosenwasser dazu tun.
Nach dem Haare waschen die nassen Haare damit ausspülen. Ich nehme dazu eine 1,5l-Plastikflasche, nachdem der sehr viel dekorativere Glaskrug auf den Badezimmerfliesen zerschellt ist…Das kalte Wasser hat außerdem den positiven Effekt, die Schuppenschicht der Haare zu schließen: glänzt schöner und macht das Haar weniger anfällig.

Ergebnisse:
Ich persönlich bin begeistert. Haare und Kofhaut werden sauber, die Haare sind griffig und gut durchfeuchtet und wunderbar weich.
Für mich lohnt sich der etwas größere Aufwand durchaus.
Achtung: die Kombination von Honig und Zitronensaft wirkt leicht aufhellend!

Traum au Chocolat in Bildern

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Eingeladen zu einer Silvesterfeier habe ich mal wieder die Küchenmaschine angeschmissen und eine große Schüssel Mousse au Chocolat gemacht.

Da in dem Rezept bisher noch die Bilder fehlten, seien sie hier nun nachgereicht. (Ich bin keine gute Fotografin…erst recht nicht in meiner eher gemütlich als praktisch beleuchteten Küche…aber ein bisschen lecker sieht es doch aus 😉

Noch mal zur Erinnerung das Rezept:

– 12 Eier
– 6 Tafeln (600g) Zartbitterschokolade
– 50g Zucker

– Schokolade schmelzen, Eier trennen

– Eiweis sehr steif schlagen dabei nach und nach den Zucker zugeben


– Eigelb verquirlen und die etwas abgekühlte Schokolade dazu geben (das klumpt, ist aber normal!)
– nach und nach den Eischnee unterheben
– in eine Schüssel geben und einige Stunden kalt stellen

Nachtrag und Hinweis: Ich habe dieses Rezept beim letzten Mal mit 85%iger Zartbitterschokolade gemacht. Das ergibt mit der geringen Menge Zucker im Rezept eine doch sehr herbe Mousse. Ich persönlich mag das ganz gerne, aber den Lieblingsmann hat es sogar vom Schüssel-Auslecken abgehalten 😀
Wer es also lieber etwas sanfter mag  und nicht so herb, der ist mit Schokolade mit niedrigerem Kakaogehalt besser bedient oder muss entsprechend mehr Zucker hinzu geben.

Traum au chocolat

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Auf dem Spinntreffen wurde ich von mehreren Seiten nach dem Rezept für meine Mousse au chocolat gefragt.

Hier nun das Rezept (nach Papa Louet:-) )

-6 Tafeln Zartbitterschokolade (600g)
-12 Eier
-40g Zucker

-Schokolade im Wasserbad schmelzen
-Eier trennen, Eigelbe verquirlen,
– Eiweiss sehr steif schlagen,nach und nach den Zucker zugeben
-Eigelb langsam in die Schokolade rühren (keine Angst, das anfänglich klumpige gibt sich!)
-Eiweiss vorsichtig unterheben
-in eine Schüssel füllen und im Kühlschrank fest werden lassen

Guten Appetit 🙂

Und ewig grüßt…

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…die immer gleiche Frage: Was essen wir heut?
Um diesem Umstand abzuhelfen haben der Lieblingsmann  und ich mittlerweile eine Rezeptesammlung angelegt um nicht immer das gleiche zu kochen.
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Das schöne ist: man kann sie immer erweitern und hat halt jeden Tag wieder eine neue Anregung, was man heute auf den Tisch bringen könnte. Die Umsetzung ist denkbar einfach: alles, was uns an Gerichten eingefallen ist wird auf Zettelchen notiert und in einen (von meinem 7-jährigen Ich selbstgetöpferten) Topf geworfen 🙂
Und dann darf gezogen werden 🙂 Wer ganz mutig ist lost und nimmt das erstbeste, was in die Hände fällt!